Joachim Löw, seit über zwölf Jahren Trainer der deutschen Nationalmannschaft, wird am Dienstagnachmittag den Vertretern der Bundesliga-Vereine in Frankfurt auf einem Gipfeltreffen seine Pläne und Massnahmen nach dem WM-Desaster vorstellen. Auf Einladung von DFB-Chef Reinhard Grindel und Liga-Präsident Reinhard Rauball werden Löw und Teammanager Oliver Bierhoff mit den Führungskräften von fünf Klubs sowie Vertretern der "Kommission Fussball" der Deutschen Fussball Liga über Veränderungen im Spitzenfussball diskutieren.

Löw und der auch in die Kritik geratene Bierhoff haben knapp drei Stunden Zeit, um die Topkräfte von DFB, DFL und der Profi-Klubs von den Ergebnissen und den Konsequenzen ihrer Analyse zu überzeugen. Immerhin geht es in Frankfurt darum, eine breite Unterstützung für den geforderten grundlegenden Neuanfang nach dem blamablen WM-Aus in Russland zu bekommen und bestmöglich einen Schulterschluss mit den Profivertretern zu erreichen.

Das Treffen in den Räumen der DFL ist der Beginn der finalen Beratungen über die Folgen der WM-Pleite der deutschen Nationalmannschaft. Drei Tage später soll Löw in München dem DFB-Präsidium seine Reformvorschläge präsentieren. Wohl ebenfalls in München wird der Weltmeistercoach von 2014 am 29. August bei einer Pressekonferenz die Öffentlichkeit informieren, wie die Rückkehr des auf den 15. Platz der Weltrangliste abgestürzten DFB-Teams an die Weltspitze gelingen soll.

Am 6. September startet die Löw-Elf gegen Weltmeister Frankreich in die neue geschaffene Nations League.