FC Basel
Germano Vailati ist stolz, die Basler Nummer 2 zu sein

Für St. Gallen-Neuzugang Germano Vailati ist klar: An Torhüter Yann Sommer führt kein Weg vorbei. Trotzdem hat er in Basel genau die Herausforderung gefunden, die er immer gesucht hat.

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Der neue FCB-Goalie Germano Vailati im Mannschaftstraining
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Der neue FCB-Goalie Germano Vailati im Mannschaftstraining

Hans-Jürgen Siegert

2006 war Germano Vailatis Jahr. Mit Weltklasseparaden führte er den FC Sion zum Cup-Sieg, und wurde daraufhin zum besten Goalie der Super League ausgezeichnet. Das Aufgebot für die Schweizer Nationalmannschaft war dann noch die Krönung einer unvergesslichen Saison. Heute, fünf Jahr später, ist der 31-Jährige in Basel angelangt - als Nummer zwei hinter Yann Sommer. Böse Zungen mögen nun von einem sportlichen Rückschritt sprechen. Nicht so Vailati: «Ich hätte in einem anderen Klub die Nummer eins sein können. Aber für den FC Basel zu spielen, ist für mich Ehre genug», kontert der Zuzug von Super-League-Aufsteiger St. Gallen.

Den ersten Transfer-Schritt haben die FCB-Verantwortlichen einige Wochen vor dem Meisterschaftsende gemacht. «Ich habe keine Sekunde gezögert», sagt der Neo-Basler, «denn das ist für mich eine komplett neue und reizvolle Herausforderung». Danach ging alles Schlag auf Schlag. Und jetzt ist hier, als Teil des Erfolgs-Ensembles - wenn auch nicht an vorderster Front. Denn Vailatis Aufgabe besteht vielmehr darin, Yann Sommer in allen möglichen Bereichen zu unterstützen. Jetzt ist seine Zeit. Er ist ein unglaublicher Torhüter mit einer grossen Zukunft», lobt der Ex-Internationale.

Was Vailati im Basler Team schon jetzt besonders schätzt, ist die Freude innerhalb der Mannschaft. Diese lockere Stimmung, gepaart mit der nötigen Seriosität. In St. Gallen und Sion habe vor allem der Leistungsdruck im Zentrum gestanden. Alles Vergangenheit. Unterschrieben hat er einen Vertrag für die nächsten drei Jahre, dann hätte er mit 34 Jahren wahrscheinlich den definitiven Zenit seiner Karriere erreicht. «Mit meinen 31 Jahren habe ich bereits vieles erlebt. Ich war Cup-Sieger, spielte im Ausland bei Metz. Deswegen kommt die neue Rolle wie geschaffen für mich.»