Zweite juristische Niederlage für den FC Sion innert weniger Tage: Nachdem das Regionalgericht Bern-Mittelland am Dienstag nicht auf eine Klage des Klubs von Präsident Christian Constantin eingetreten war, wies am Donnerstag das Handelsgericht des Kantons Zürich ein Gesuch des FC Sion (Olympique des Alpes SA) um superprovisorische und vorsorgliche Massnahmen gegen die FIFA und den Schweizerischen Fussballverband (SFV) vollumfänglich ab, soweit es überhaupt darauf eingetreten ist.

Der FC Sion hatte beantragt, so gestellt zu werden, wie wenn der Abzug von 36 Punkte nie erfolgt wäre. Ausserdem wurde verlangt, die Swiss Football League sei anzuweisen, die Barrage-Spiele vom kommenden Samstag und Pfingstmontag bis auf weiteres zu verschieben.

Juristische Ohrfeige

Das Gericht erteilte dem FC Sion eine veritable juristische Ohrfeige. Es führte aus, der FC Sion habe seit dem Entscheid des Zentralvorstandes vom 30. Dezember 2011 gewusst, dass die Barrage drohe. Die behauptete Dringlichkeit sei deshalb selber verschuldet.

Ausserdem wären von den beantragten Massnahmen national und international auch andere unbeteiligte Klubs betroffen, was völlig unverhältnismässig wäre. Die Rechtssicherheit gehe klar vor.

Der FC Sion könnte gegen diesen Entscheid beim Bundesgericht Beschwerde einreichen. Ein Entscheid des Bundesgerichts vor der Barrage scheint aber ausgeschlossen. (rsn)