Das Unglück geschah am vergangenen Samstag in der Nachspielzeit. Vero Salatic übertrat sich den Knöchel und erlitt einen Aussenbandanriss. Die Verletzung erfordert eine Pause zwischen fünf und sieben Wochen.

Ausgerechnet der Captain. Ausgerechnet vor den schwierigen Spielen gegen YB und Basel. Trainer Uli Forte sagt am Tag vor dem Duell mit den Bernern: «Die Nachwehen sind vorbei. Und Vero ist bereits wieder im Aufbautraining.» Zeit, um sich gross Gedanken oder Sorgen zu machen, habe er ohnehin nicht. Und Forte fügt an: «Wir können Vero ersetzen. Vielleicht nicht eins zu eins. Aber wenn wir seine Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen, dann geht das!»

«Basel spielt auf einem anderen Stern»

GC hat schlechte Erinnerungen an ein Spiel ohne seinen Leitwolf. Am 18. November fehlte Salatic in Basel gelb-gesperrt. GC verlor im St. Jakob Park 0:4. Nicht nur, aber auch wegen Salatics Absenz. Was für Lehren hat Forte im Hinblick auf das YB-Spiel aus diesem Vergleich mit dem FCB gezogen? «Basel spielt auf einem anderen Stern als wir - deshalb ist diese Partie kein Gradmesser. YB ist auch ein starkes Team, aber bei weitem nicht so stark wie der FCB.»

Lieber denkt Forte an das erste Heimspiel seiner Grasshoppers gegen YB zurück. GC gewann 3:2, in der Pause stand es bereits 3:0, «diese erste Halbzeit war etwas vom Besten, das ich bisher von meinem Team gesehen habe.»

Neben Salatic fehlen GC morgen auch Daniel Pavlovic (Hirnerschütterung) und Milan Vilotic (gesperrt). Bei YB fehlen Christoph Spycher (Knie), Gonzalo Zarate (Oberschenkel), Raphael Nuzzolo (gesperrt) und Josh Simpson (Bein). Elsad Zverotic ist dagegen wieder dabei. Der Rekurs gegen seine zweite Spielsperre ist noch hängig. Der neue ghanaische Stürmer Samuel Afum dürfte auf dem linken Flügel sein Comeback geben. YB hat von der Fifa eine provisorische Spielbewilligung erhalten.

Lesen Sie morgen in der «Nordwestschweiz»: Ein Treffen mit den Brüdern Roman (GC) und Marco Bürki (YB) vor dem ersten Spiel in Ihrer Karriere gegeneinander.