Für gestern Freitag waren Informationen erwartet worden, wie es mit der Karriere von Veroljub Salatic weitergeht. GC-Pressesprecher Adrian Sutter konnte aber beim üblichen Medien-Talk keine Neuigkeiten in der heiklen Angelegenheit verbreiten. Es hiess auf dem GC-Campus in Niederhasli, es habe ein Treffen stattgefunden zwischen Salatic und dem Verwaltungsrat, und entsprechende Gespräche hätten zu keiner Lösung geführt. Zu Beginn der nächsten Woche werde weiterdiskutiert. Heute gegen Basel fehlt Salatic erwartungsgemäss im Aufgebot. Von den Grasshoppers wird dies damit begründet, dass der Mittelfeldspieler angeschlagen sei.

An eine Zukunft von Salatic als GC-Aushängeschild glaubt jedenfalls niemand mehr. Die Fronten sind verhärtet, das Tischtuch ist zerschnitten. Der Verwaltungsrat hat dem von Salatic kritisierten Trainer Michael Skibbe den Rücken gestärkt. Die Trennung von Salatic scheint beschlossene Sache zu sein - obwohl der Ur-"Hopper" und einstige Captain einen bis 2017 gültigen Spieler-Vertrag besitzt und ursprünglich die Absicht hatte, über das Ende der Profi-Karriere hinaus für die GC-Organisation tätig zu sein. Möglich ist ein Transfer des Rebellierenden zu einem anderen Super-League-Klub. Solch ein Wechsel ist gegenwärtig noch bis Ende September möglich. Auch Sions Präsident Christian Constantin soll an einer Verpflichtung des Routiniers interessiert sein.

Die Grasshoppers stehen heute im Letzigrund unter Zugzwang. Durch die 0:1-Niederlage gegen Schlusslicht Vaduz (mit dem suspendierten Salatic auf der Tribüne) befinden sie sich nun auf gleicher Höhe wie der Aufsteiger aus dem Fürstentum Liechtenstein. Fragt sich, wie gut die Mannschaft die Wirren um Salatic weggesteckt hat. Salatic soll nicht wenige Verbündete im Team haben. Sein Berater Milos Malenovic betreut noch andere GC-Spieler. Werden alle "Hoppers" für ihren Trainer durchs Feuer gehen?

Vor dem Match gegen Basel kann die Zürcher positiv stimmen, dass sie gegen diesen Gegner in der jüngeren Vergangenheit eine starke Bilanz vorweisen können. GC ist gegen die "Bebbi" seit sechs Meisterschaftspartien ungeschlagen. Und der eine oder andere Basler ist in Gedanken vielleicht schon beim nächsten Dienstag. Dann gastieren die Rot-Blauen in der Champions League bei Titelverteidiger Real Madrid.

In der zweiten Partie vom Samstag trifft ab 20 Uhr der FC Aarau auf Thun. Derweil Aarau in den letzten fünf Runden nicht mehr gewonnen hat, holten die drittklassierten Thuner aus den letzten drei Partien sieben Punkte.