Super League

Gämperle in Sitten nochmals auf der YB-Trainerbank

Sitzt Harald Gämperle bei YB heute letztmals als Cheftrainer auf der Bank?

Sitzt Harald Gämperle bei YB heute letztmals als Cheftrainer auf der Bank?

Für die Young Boys geht die heikle Frühphase der Saison in der Super League mit dem Auswärtsspiel in Sitten (16.00) weiter. Die Partie könnte die letzte unter Interimscoach Harald Gämperle sein.

Seit Anfang Woche trifft sich der Sportausschuss der Young Boys zum regelmässigen Austausch, erste Kontakte mit potenziellen Trainer-Kandidaten sind geknüpft. Der zuweilen penible Auftritt beim 0:1 in den Europa-League-Playoffs gegen die aserische Mannschaft von Karabach Agdam am Donnerstag hat die Trainersuche zwar nicht beschleunigt. Aber er hat die Kommission im Glauben, mit Uli Fortes interimistischem Nachfolger Harald Gämperle auf dem richtigen Weg zu sein, wohl auch nicht bestärkt. Sportchef Fredy Bickel hat Gämperle kein Ultimatum gestellt. Er sagte nach der Niederlage nur: "Harry wird am Sonntag sicher noch Trainer sein."

Bickel wirkte ähnlich niedergeschlagen wie die Akteure. Seine Aussage, an der Körpersprache sehe man, dass der Glaube an sich selber fehle, hätte man auch auf den Manager umwälzen können. Den Saisonstart - von den ersten neun Pflichtspielen gewann YB nur zwei und beide erst nach der "Ära Forte" (3:1 gegen Thun, 2:1 im Cup in Kriens) - haben sie sich in Bern definitiv anders vorgestellt. "Es würde sehr gut tun, einmal ein Spiel mit drei, vier Toren Unterschied zu gewinnen. Das hätte es zum Beispiel in Kriens gebraucht", so Bickel. In Sitten wird Gämperle im Hinblick auf das Auswärtsspiel vom kommenden Donnerstag einige Spieler schonen. Das noch mögliche Weiterkommen in Baku stellt der Ostschweizer über die sein Interesse, mit einem Sieg in Sion Werbung in eigener Sache betreiben können.

In den beiden anderen Spielen vom Sonntag treffen St. Gallen und die Grasshoppers (13.45) sowie Thun und Vaduz (13.45) aufeinander. St. Gallen hat sechs der letzten neun Partien gegen die Grasshoppers auf eigenem Terrain verloren, der einzige Sieg während dieser Phase war das 3:0 in der 9. Runde der letzten Saison. In der AFG-Arena trifft die zusammen mit Basel defensiv beste Mannschaft (vier Gegentore, zwei davon per Penalty) auf die offensiv stärkste der Super League. In den letzten 25 Duellen zwischen dem FCSG und GC fiel jeweils mindestens ein Tor.

In Thun kommt es zum Kräftemessen der Nummern 9 und 10 der Liga. Die Teams treffen bereits zum dritten Mal innert 25 Tagen aufeinander. In der Europa-League-Qualifikation behielt Thun dank der Auswärtstore-Regel (0:0/2:2) das bessere Ende für sich. Vaduz hat in acht Pflichtspielen gegen Thun noch nie gewonnen (je vier Unentschieden und Niederlagen).

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