Fussball-Randale
Fussballverband gründet Task-Force im Kampf gegen Chaoten

Die Swiss Football League (SFL) hat genug von gewalttätigen Fans. Chaoten müssten konsequent von den Stadien ferngehalten werden. Eine neue Expertengruppe soll Wege finden, wie die Situation in den Stadien verbessert werden kann.

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Basler Chaoten aus der Muttenzerkurve greifen die Polizei an (Archiv)

Basler Chaoten aus der Muttenzerkurve greifen die Polizei an (Archiv)

Keystone

Dafür gebe es schon heute einen geeigneten Gesetzesrahmen. Dieser müsse aber auch genutzt werden.

Zu den effizienten Massnahmen gegen Chaoten gehöre etwa die Meldeauflage: Wer im Umfeld eines Fussballspiels straffällig wurde, muss sich am Spieltag auf dem Polizeiposten melden.

"Solche Auflagen können nur von der Justiz verfügt werden", betont die Swiss Football League, die für die beiden Profi-Ligen im Schweizer Fussball verantwortlich ist. Zurzeit gibt es laut SFL-CEO Claudius Schäfer schweizweit nur zehn Personen mit einer Meldeauflage.

Liga und Klubs haben ihrerseits die Möglichkeit, Stadionverbote auszusprechen. Derzeit seien 630 Verbote in Kraft, sagte Schäfer.

Expertengruppe geplant

Nun wolle die Liga noch einen Schritt weitergehen und eine neue Expertengruppe gründen, die sich für eine weitere Verbesserung der Situation einsetze. "Diese Expertengruppe soll aus frischen Köpfen bestehen, die neue Ideen einbringen." Zur Diskussion eingeladen werden Sicherheits- und Fanverantwortliche der Klubs, Vertreter der Polizei, der Justiz, der Fans sowie der SFL.

Die Saison in der höchsten Schweizer Liga, der Super League, ging am vergangenen Sonntag zu Ende. Überschattet wurde das Saison-Finale durch Ausschreitungen von Basler Fans in Aarau.

Bereits im April hatten Zürcher Fans in Bern für Unmut gesorgt, als sie vor dem Cupfinal Sachschaden in der Innenstadt anrichteten. Der für den Anlass verantwortliche Fussballverband kündigte darauf an, er erwäge den Umzug des Cupfinals in eine andere Stadt.

Die FC Basel Fans schmuggelten eigens weisse Farbe für Attacken ins Stadion.
11 Bilder
Das Tornetz wurde zerschnitten.
Stellten nur ungenügende Hindernisse dar: Die Zäune.
Verwüstungen im Brügglifeld.
Zerstörte Werbebanner.
Dieser FC Aarau Fan wurde mit weisser Farbe attackiert.
Zerstörte Werbebanner.
Niedergedrückte Zäune.
Niedergedrückte Zäune.
So wüteten die FCB-Fans.
Zäune: Kein Hindernis für die FCB-Fans.

Die FC Basel Fans schmuggelten eigens weisse Farbe für Attacken ins Stadion.

Adrian Remund/ Tele M1