An den letzten beiden Cupfinals, die jeweils im Berner Stade de Suisse ausgetragen wurden, gewann 2013 der Grasshopper Club Zürich gegen den FC Basel und im Jahr 2014 der FC Zürich ebenfalls gegen den FC Basel.

Bei beiden Spielen gab es Probleme mit Fans. Das führte dazu, dass der SFV einen neuen Austragungsort sucht und dabei auch auf die Stadt Zürich zuging, wie die "NZZ" am Donnerstag berichtete.

Am 19. September fand eine Sitzung zwischen Vertretern des SFV sowie von Stadt und Kanton Zürich statt. Dabei ging es darum, "gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wie der Cupfinal künftig stimmungsvoll und friedlich durchgeführt werden kann", wie es in einem am 7. Oktober publizierten Auszug aus einem Protokoll des Stadtrates heisst.

Gemäss Stadtrat strebt der SFV an, den Cupfinal in den Jahren 2015 bis 2017 nicht immer am selben Ort, sondern je einmal in den Städten Basel, Genf und Zürich auszutragen.

Basel in Pole Position

"Für 2015 ist Basel in der Pole Position", sagte Marco von Ah, Pressesprecher des SFV, am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Den definitiven Entscheid fälle der Zentralvorstand sicher noch in diesem Jahr.

Auf weitere Austragungsorte wolle sich der SFV noch nicht festlegen, sondern "von Jahr zu Jahr entscheiden", sagte von Ah weiter.

Anlass mit grosser Tradition

Zürich mit seinen beiden Super League Clubs hat laut Stadtrat einen besonders engen Bezug zum Cupfinal. GC ist mit 19 Siegen Rekordhalter, der FCZ der aktuelle Cupsieger. Die Bereitschaft Zürichs, den Anlass durchzuführen, ist somit nicht völlig überraschend.

Schon früh hatte Sportminister Gerold Lauber Interesse an dem traditionsreichen Anlass bekundet. Daran hat sich nichts geändert, wie es beim Sportamt auf Anfrage hiess.

Der Gesamtstadtrat stärkt Lauber den Rücken. Allerdings äussert er auch "Bedenken bezüglich der Sicherheit". Er erachtet es als wichtig, dass auch der SFV Bestrebungen für eine friedvolle Durchführung von Fussballspielen unterstützt. Zudem möchte sich der Stadtrat zu gegebener Zeit auch mit andern Städten über gemeinsame Rahmenbedingungen und Standards austauschen.

Beim Kanton Zürich ist man erfreut über die Offenheit der Stadt Zürich, den Cupfinal durchführen zu wollen, wie Sicherheitsdirektor Mario Fehr auf Anfrage der sda sagte. Falls die Stadt es wünsche, werde sich die Kantonspolizei "mit einem substanziellen Kontingent" an den Sicherheitsmassnahmen beteiligen.