Fussball
Fussballfans aufgepasst: Mehr Sicherheit und Stehplätze im Letzigrund

Zum Start der Rückrunde Anfang Februar treffen die Fussballfans in Zürich auf Neuerungen: Im Stadion Letzigrund werden während der Winterpause bauliche Massnahmen umgesetzt, um die Sicherheit zu erhöhen. Zudem gibt es in der Südkurve Stehplätze.

Von Marianne Koller, sda
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Zum Start der Rückrunde Anfang Februar treffen die Fussballfans in Zürich auf Neuerungen

Zum Start der Rückrunde Anfang Februar treffen die Fussballfans in Zürich auf Neuerungen

Keystone

Mit allen Bauarbeiten ist man im Zeitplan, wie ein Sprecher des Stadtzürcher Schul- und Sportdepartementes am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Die leicht zu durchbrechende Umzäunung der Gästesektoren wird durch demontierbare Sektorentrennungen aus Stahl und Sicherheitsglas ersetzt.

Ausserdem werden die Zutrittsanlagen zu den beiden Gästesektoren neu mit Sicherheitstoren und je drei mannshohen Drehkreuzen ausgerüstet. Gegen das Spielfeld hin ergänzt eine 2,20 Meter hohe Umzäunung die bereits bestehenden Banden.

Sicherheit im Letzigrund immer wieder ein Thema

Das Stadion Letzigrund war eigentlich als Leichtathletik- beziehungsweise Event-Stadion geplant worden. Da sich der Bau des neuen Fussballstadions auf dem Hardturm-Areal verzögert, wurde für die Fussballeuropameisterschaft 2008 das Letzigrund-Projekt vorgezogen und das Stadion möglichst fussballtauglich eingerichtet.

Seit der Eröffnung sorgt das Thema Sicherheit im Letzigrund immer wieder für Diskussionen. Besonders hitzig ging es nach dem Derby vom 2. Oktober 2011 zu und her. Der Schiedsrichter hatte das Spiel kurz vor Schluss abgebrochen, weil es auf den Zuschauerrängen zu Tumulten gekommen war.

Auslöser dafür war ein FCZ-Fan, der eine brennende Petarde in den GC-Sektor geworfen hatte. Danach kam es zu weiteren Scharmützeln in der Nähe des Stadions.

Stehplätze in der Südkurve

Immer wieder äusserten eingefleischte FCZ-Fans den Wunsch nach Stehplätzen. Schliesslich erklärte sich die Stadt als Besitzerin des Stadions bereit, Stehplatztribünen zu errichten - aber nur, wenn sich die Fussballclubs GC und FCZ mit je 350'000 Franken beteiligten. Der FCZ sagte Ja, GC Nein.

Deshalb gibt es nun nur in der FCZ-Südkurve ab Februar Stehplätze. Die Errichtung der Stehplatztribüne erfordert unter anderem den Einbau von Wellenbrechern, die Verbreiterung der Treppenstufen und zusätzliche Fluchttore.

Die Gesamtkosten für die verbesserte Einzäunung und das Errichten der Stehplatztribüne betragen 1,92 Franken. Davon hat der Stadtrat 1,2 Millionen Franken als gebundene Ausgaben für die notwendige Verbesserung der Umzäunungen der Gästesektoren bereits bewilligt.

Die neben dem FCZ-Beitrag verbleibenden 370'000 Franken gelten als neue Ausgaben. Den dafür nötigen Objektkredit kann der Stadtrat in eigener Kompetenz sprechen. Der Betrag ist für den Umbau der Heimfansektoren und die damit verbundene Verstärkung der Abschrankungen vorgesehen.