Der «Blick» setzt den FC Zürich in seiner Prognose vor der Saison auf Rang 4:

  • «Für ganz nach vorne fehlt im Vergleich mit YB und dem FCB die Substanz. Fürs internationale Geschäft reichts aber locker.»

Die «Berner Zeitung» leitet ihre Prognose mit den Abstiegskandidaten und Mittelfeldteams ein, um dann den Fokus auf die Spitze zu richten:

  • «Um den Titel aber werden andere Teams kämpfen. Vielleicht der FC Zürich, dem ein breites Kader zur Verfügung steht, der aber stark von den Launen seines genialen Künstlers Yassine Chikhaoui abhängig ist.»
Ancillo Canepa zeigt sich ratlos.

Ancillo Canepa zeigt sich ratlos.

Wir, die «Nordwestschweiz», tippten auf Schlussrang 5 für den FC Zürich. Fast schon prophetisch schrieben wir zu Beginn der Saison, was passieren wird:

  • «Der FCZ hat das Potenzial, um selbst den FC Basel herausfordern zu können. Aber der FCZ hat auch die Gabe, sich selbst zu zerfleischen oder in der Depression zu verharren.»

Die «NZZ» erinnert sich vor der Saison 2015/16 an diejenige davor, die keine einfache war. So dürfe es nicht mehr sein, wenn der FC Zürich erfolgreich sein wolle:

  • «Der FCZ ist kein einfaches Team, er besteht aus vielen speziellen Charakteren. Und wenn ein Unzufriedener den anderen ansteckt, entsteht eine gefährliche Dynamik.»
Gehen für den FCZ tatsächlich die Super-League-Lichter aus

Gehen für den FCZ tatsächlich die Super-League-Lichter aus

Die «Basler Zeitung» sieht den FCZ vor der Saison auf Rang 5 und hebt einen Mannschaftsteil heraus:

  • «Der Sturm ist nach wie vor das Prunkstück der Mannschaft von Urs Meier, hier findet sich am meisten Qualität.»

Von den Angreifern, die anfangs Saison im Kader waren, sind mittlerweile weg: Mario Gavranovic, Yassine Chikhaoui, Amine Chermiti, Armando Sadiku. Geblieben ist einzig Franck Etoundi – aber nur, weil ein Transfer zu Bastia in letzter Sekunde noch platzte. Und Urs Meier durfte nur drei Meisterschaftsspiele lang Trainer sein, danach wurde er durch Sami Hyypiä ersetzt. Aber auch der Finne ist schon wieder Vergangenheit.

FCZ-Neuzugang Cabral wusste von seiner Zeit beim FC Basel, wie sich Erfolg anfühlt. Er wollte das Gefühl wieder erleben und kündigte im «Tages-Anzeiger» an:

  • «Ich will den Meistertitel gewinnen.»
FCZ-Trainer Uli Forte. Kann er Zürich noch retten?

FCZ-Trainer Uli Forte. Kann er Zürich noch retten?

Das SRF schien die Zürcher in der Tabelle auch eher oben zu sehen:

  • «Um wieder um den Titel mitspielen zu können, muss der FC Zürich in erster Linie konstanter werden.»

Nun, konstant war der FCZ zwar: aber leider konstant schlecht, so dass das Titelrennen nie ein Thema war.

Am Mittwoch in der letzten Runde haben die Zürcher es nicht mehr in den eigenen Füssen. Sollte Konkurrent Lugano das Heimspiel gegen St.Gallen gewinnen, nützt dem FCZ selbst ein 10:0-Erfolg gegen Vaduz nichts mehr. Für diesen Fall schon mal eine Prognose: In den Voraussagen für die nächste Challenge League wird der FC Zürich überall als Aufstiegsanwärter gehandelt werden.

PS: Vielleicht trifft die Prognose des «Blicks» ja doch zu, dass es der FCZ ins internationale Geschäft schafft. Aber ob damals an einen Cupsieg gedacht wurde, als die Zeilen verfasst wurden …?