Champions League

Für einen Blick auf die Choreografie war auch Zeit

Djibril Sow war ein Schlüsselspieler bei YBs 1:1 gegen Valencia

Djibril Sow war ein Schlüsselspieler bei YBs 1:1 gegen Valencia

In der Mannschaft der Young Boys mischen sich nach dem 1:1 gegen Valencia die Freude über das erste Tor und den ersten Punkt in der Champions League mit dem Bedauern über den entgangenen Sieg.

Am Abend, an dem die Young Boys für ihre Vereinsgeschichte einen kleinen Meilenstein setzten, war das Publikum im Stade de Suisse der zwölfte Mann, der nicht stärker hätte sein Können. Darin waren sich die Spieler einig.

Djibril Sow - er hatte im Duell mit Valencias Captain Daniel Parejo den von Guillaume Hoarau verwandelten Foulenalty herausgeholt - war geradezu entzückt. Entzückt von der nie nachlassenden Unterstützung des Publikums und im Speziellen von der originellen Choreograhie der bestens organisierten YB-Fans hinter dem Tor auf der Seite Papiermühlestrasse. "Es war phantastisch", sagte der ehemalige FCZ-Junior und Neo-Internationale. "Zwischendurch konnte man immer kurz dorthin schauen. Die Fans haben uns unglaublich stark gepusht."

So sagte denn Sow nach dem Match: "Ich bin sehr, sehr stolz. Vor allem auf die Art und Weise, wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben. Wir hatten viel Selbstvertrauen, und wir haben eine spanische Spitzenmannschaft fast die ganze Halbzeit dominiert. Wenn wir mit dem gleichen Selbstvertrauen nach Valencia gehen, kann auch dort etwas möglich sein. Ja, wir sind jetzt erleichtert, dass wir das erste Tor und den ersten Punkt haben. Nach diesem Tor konnten wir noch mehr nach vorne gehen und unsere Chancen herausspielen."

Ein wunderbares persönliches Erlebnis war das Spiel für Goalie Marco Wölfli, der den verletzten David von Ballmoos ersetzte. "Jeder freut sich, Champions League zu spielen. Jeder Spieler träumt davon", sagte der Solothurner. "Ich bin 36, fühle mich aber noch jung. Nach den zwei 0:3-Niederlagen war es für uns nicht einfach. Dieser Punkt gibt uns Moral. Wir werden nach Valencia reisen, um auch dort etwas herauszuholen, auch wenn der Gegner sehr stark sein wird."

"Es ist immer schade, wenn man ein solches Spiel nicht gewinnen kann. Der Sieg wäre natürlich möglich gewesen", sagte YBs Motor Sékou Sanogo, der kurz vor Schluss das Siegestor um eine Handbreite verpasst hatte, weil Valencias starker Goalie Neto Sanogos Kopfball gerade noch an den Pfosten lenken konnte. "Aber wir werden alles aus diesem Match von der positiven Seite nehmen."

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