Rückblick

Fünf Fakten zum Fussballwochenende – Steffen schiesst sein erstes Tor in der Bundesliga

Renato Steffen schoss am Wochenende sein erstes Bundesliga-Tor.

Das Wochenende mit dem Leistungsausweis der Nati-Stars und erfreulichen Storys aus England, Portugal und Deutschland.

1) Nati-Teilzeitjöbler arbeiten nur 60 Prozent

Heute kommt die Schweizer Nationalmannschaft zusammen. Länderspiele gegen Island (am Samstag in St. Gallen) und in England stehen an. 24 Spieler hat Nati-Trainer Vladimir Petkovic aufgeboten, 21 von ihnen waren am vergangenen Wochenende mit ihren Teams vor Redaktionsschluss im Einsatz. Von 1890 möglichen Spielminuten haben Petkovics Jungs allerdings nur 1155 absolviert. Das entspricht einem 60-Prozent-Job. Unsere Nati-Stars arbeiten im Teilzeitmodus.

Getroffen hat nur einer: Haris Seferovic steuerte bei Benficas 4:0-Sieg über Nacional Funchal das Führungstor und den Assist zum 2:0 bei. Doch neben dem Matchwinner kamen nur acht weitere Nati-Spieler über die kompletten 90 Minuten zum Einsatz: Gladbachs Yann Sommer (1:1 in Augsburg) und die beiden Dortmunder Roman Bürki und Manuel Akanji (0:0 in Hannover) spielten ebenso 90 Minuten wie Arsenals Granit Xhaka und die beiden Super-League-Rechtsverteidiger Kevin Mbabu und Silvan Widmer.

Haris Seferovic feierte am Wochenende einen Torerfolg.

  

Mit Edimilson Fernandes (gewinnt mit seinem neuen Team Fiorentina 1:0 gegen Udinese) und Steven Zuber (3:1-Sieg mit Hoffenheim gegen Freiburg) spielen zwei andere Teilzeitjöbler erstmals in dieser Saison durch. Nur temporär im Einsatz sind an diesem Wochenende andere: Albian Ajeti (80 Minuten gegen Thun), Ricardo Rodriguez (76 Minuten bei Milans Sieg gegen die Roma), Breel Embolo (57 Minuten beim 0:2 gegen Berlin) und Timm Klose (beim 1:1 von Norwich und Ipswich zur Pause raus) wurden ausgewechselt. Denis Zakaria (kommt bei Gladbach in Augsburg zur Pause), Admir Mehmedi (kommt bei Wolfsburg nach 67 Minuten für Steffen) und Xherdan Shaqiri (kommt bei Liverpools 2:1-Sieg in der 71. Minute) wurden eingewechselt.

Fünf Nati-Spieler stehen an diesem Wochenende gar nicht auf dem Feld und senken so das Arbeitspensum. Leipzigs Yvon Mvogo muss bei Leipzigs 1:1 gegen Düsseldorf, anders als noch in der Europa League, wieder auf die Bank. Dort findet sich auch Arsenals Stephan Lichtsteiner wieder. Newcastles Fabian Schär (sein Team verliert 1:2 gegen Manchester City), Toulouse-Verteidiger François Moubandje (sein Team gewinnt 2:1 gegen Guingamp) und YBs angeschlagener Djibril Sow stehen gar nicht im Aufgebot und haben komplett frei.

2) Die Young Boys enteilen der Konkurrenz

Ohne Punktverlust geht YB in die Länderspielpause. Der Meister feiert mit sechs Siegen in Serie den besten Saisonstart der Klubgeschichte und enteilt der Konkurrenz. St. Gallen hat als Tabellenzweiter bereits acht Punkte Rückstand auf YB. Mit 19 Toren haben die Berner die beste Offensive, mit 4 Gegentoren auch die sicherste Abwehr: Beim 3:0-Sieg in Sion reicht YB eine durchschnittliche Leistung zum deutlichen Sieg.

YB reitet auf der Erfolgswelle.

  

Zwei Tore fallen erst in der Nachspielzeit. Weil Sions Adryan beim Stand von 0:1 einen Penalty ins Walliser Abendrot jagt, wackelt der Stuhl von Sion-Trainer Maurizio Jacobacci nach drei Niederlagen in Folge gewaltig.

3) Xamax und GC verspielen Vorsprung

Aufsteiger Xamax Neuchâtel kommt nicht auf Touren. Im Heimspiel gegen St. Gallen gehen die Romands zwar früh in Führung und gleichen auch den zwischenzeitlichen Gästevorsprung wieder aus, doch St. Gallens Dereck Kutesa sorgt mit dem 3:2 in der Schlussphase dafür, dass Xamax zum vierten Mal in Folge verliert und mit vier Punkten weiter am Tabellenende steht.

Die GC-Verteidiger sehen zu, wie Pascal Schürpf in letzter Sekunde den Siegtreffer für Luzern erzielt.

    

Aussichtslos ist die Situation für Neuchâtel aber nicht. Das liegt daran, dass auch das punktgleiche GC in Luzern eine Führung verspielt. Für die Zürcher kommt es noch bitterer. In der 84. Minute gleicht Luzerns Eleke aus, ehe Schürpf in der 94. Minute das Spiel komplett dreht.

4) Mit Granit Xhaka gewinnt Arsenal wieder

Doppeladler-Alarm in Cardiff. Arsenals Verteidiger Shkodran Mustafi, ein Deutsch-Albaner, jubelt mit der berüchtigten Geste. Denn die perfekt getimte Ecke, welche Mustafi per Kopf in die Maschen wuchtet, kommt von Granit Xhaka. Der Schweizer allerdings macht nicht mit und verzichtet auf den Doppeladler.

Granit Xhaka gelingt gegen Cardiff ein Assist.

  

Erst über das frühe 1:0, dann über das späte 3:2 durch Alexandre Lacazette. Damit hat Arsenal mit zwei Siegen in Serie den Fehlstart (zwei Niederlagen zu Saisonstart) behoben. Trainer Unai Emery sollte sich merken: Wenn Xhaka über 90 Minuten spielt, gewinnt sein Team. In den ersten beiden Spielen wurde er ausgewechselt.

5) Bei Renato Steffen läuft es endlich

Wolfsburgs Renato Steffen ist nach einem halben Jahr Anlaufzeit jetzt so richtig in der Bundesliga angekommen. Sein Tor zum 3:1 gegen Leverkusen bringt die Entscheidung. Wolfsburg feiert nach dem 2:1-Sieg gegen Schalke vor Wochenfrist den zweiten Saisonsieg gegen einen höher gewetteten Gegner.

Renato Steffen schiesst sein erstes Tor für die Wolfsburger.

  

Mit sechs Punkten ist Wolfsburg nach den Bayern Tabellenzweiter der Bundesliga. Für den Aargauer Steffen ist der Schlenzer ins lange Ecke das erste Bundesliga-Tor überhaupt. Der Grund für Steffens gute Leistungen ist schnell gefunden. Der Flügelstürmer wurde im August erstmals Vater. Für die Schweizer Nati ist er trotzdem auf Abruf bereit.

Meistgesehen

Artboard 1