EM-Qualifikation

Frankreich, Deutschland und Italien vor wichtigem Schritt

Massimo Busacca pfeift heute das Spiel Österreich - Deutschland.

Massimo Busacca pfeift heute das Spiel Österreich - Deutschland.

Mit Frankreich, Deutschland und Italien können drei europäische Schwergewichte in ihren EM-Qualifikationsspielen vom Wochenende einen grossen Schritt Richtung EURO 2012 machen.

Für Frankreich geht es heute in Minsk um mehr als das Resultat an sich. Gegen Weissrussland hatten sich die "Bleus" im letzten September eine schmachvolle 0:1-Niederlage eingehandelt. Der Start nach den desaströsen WM-Auftritten in Südafrika hätte unter dem neuen Nationaltrainer Laurent Blanc nicht ungünstiger ausfallen können. Der Rückschlag war indes der Startschuss zu einer beeindruckenden Serie: Seit der Blamage gegen den Aussenseiter hat Frankreich sechs der sieben Spiele, alle vier folgenden Qualifikationspartien ohne Gegentor und in Tests unter anderem im Wembley gegen England und in Saint-Denis gegen Brasilien überzeugend gewonnen. Ein weiterer Erfolg würde die Führung der Franzosen, je nach Ausgang der Partie Rumänien - Bosnien-Herzegowina, auf bis zu sieben Punkte vergrössern.

Für Deutschland lief es in der Gruppe A, zumindest resultatmässig, bislang nach Wunsch. Fünf Spiele, 15 Punkte und 17:1 Tore widerspiegeln die Dominanz des Teams von Joachim Löw. Nächster Prüfstein für die DFB-Auswahl ist im längst ausverkauften Ernst-Happel-Stadion von Wien unter der Leitung des Tessiner Schiedsrichters Massimo Busacca die zuletzt kriselnde österreichische Nationalmannschaft. Mit vier Niederlagen in Folge (u.a. gegen Belgien und Griechenland) hat sich Dietmar Constantinis Equipe nicht für höhere Aufgaben empfohlen, entsprechend klar ist die Favoritenrolle verteilt. "Wir wollen den Deutschen ein Haxerl stellen", formulierte es Julian Baumgartlinger, der von 2001 bis 2009 bei 1860 München gespielt hatte. "Vor 50'000 Zuschauern ist es unsere verdammte Pflicht, eine annehmbare Leistung abzuliefern. Wir dürfen in diesem Spiel nicht untergehen", forderte Trainer Constantini, der auf den kranken Basler Innenverteidiger Alexander Dragovic verzichten muss.

In weiteren der insgesamt 20 Partien vom Wochenende spielt in der Gruppe C der souveräne Leader Italien in Modena gegen Estland. Mit dem fünften Sieg im sechsten Spiel wären für die "Squadra Azzurra" die Weichen Richtung Polen und Ukraine vorzeitig gestellt. Italiens Reserve auf den ersten Verfolger Slowenien (spielt auf den Färöer) beträgt beruhigende fünf Punkte. Beim 2:1-Sieg im Hinspiel in Tallinn hatte Italien, das seit September 2006 in 15 EM-Qualifikationspartien nicht mehr verloren hat, gegen die Esten allerdings grösste Mühe. Diesmal soll ein Zweimannsturm mit Giuseppe Rossi und Antonio Cassano ähnliche Schwierigkeiten verhindern.

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