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Flora Tallinn fürchtet sich vor dem grossen FCB

Heiko Vogel (rechts) setzt auf die Neuzugänge Gaston Sauro (links) und Marcelo Diaz (neben Vogel).key

Heiko Vogel (rechts) setzt auf die Neuzugänge Gaston Sauro (links) und Marcelo Diaz (neben Vogel).key

Heiko Vogel nennt es ein «besseres Trainingslager, mit einem Pflichtspiel als Höhepunkt». Von der Reise in die estnische Hauptstadt Tallinn zum Hinspiel der 2. Champions-League-Qualifikationsrunde soll der FC Basel mit einem Sieg zurückkehren, das hat auch für den Trainer oberste Priorität.

Die Reise nach Tallinn soll für den FC Basel siegreich enden. Doch gleichzeitig soll sie auch auf anderen Ebenen dienen. Zum Beispiel der Teambildung. «Wir sind drei Tage auf engstem Raum, das schweisst zusammen.» Darum ist bis auf die drei Olympioniken Fabian Schär, Fabian Frei und Mohamed Salah sowie den verletzten Ajeti das ganze Kader an die Ostsee gereist.

Für etwas ist das heutige Spiel gegen einen Gegner mit Challenge-League-Niveau gar prädestiniert: Vogel hat durchblicken lassen, den zwei neuen Südamerikanern das Debüt im FCB-Dress zu schenken. Gaston Sauro und Marcelo Diaz sollen gegen Flora Tallinn zum ersten Mal zeigen, was sie draufhaben. «Sie sind jetzt so weit», sagt Vogel.

Altbewährter Sturm

Nährboden erhält die Prognose dadurch, dass Vogel nicht die gleiche Startelf wie gegen Servette auf den Platz schicken wird. «Wir haben ein enges Programm und ein breites Kader, das werde ich ausnützen.» Neben der Hereinnahme der Südamerikaner sind weitere Wechsel absehbar: So wird wohl Philipp Degen auf rechts verteidigen, Steinhöfer auf links wechseln und Park auf der Bank Platz nehmen

Auch Valentin Stocker dürfte eine Pause erhalten und den Platz mit Jacques Zoua tauschen. Nur im Sturm wird Vogel nichts ändern; Streller und Alex Frei sollen gegen das kleine Tallinn die nötigen Tore erzielen, um das Rückspiel in einer Woche zu einem besseren Trainingsspiel werden zu lassen.

Keine Kompromisse

Der FCB misst der heutigen Partie in Tallinn mindestens die gleiche Bedeutung wie den Spielen gegen Manchester United und Bayern München bei. Das muss er, will er wieder dahin, wo er vor vier Monaten war.

«Als letztjähriger Achtelfinalist ist unser Ziel selbstredend», sagt Vogel. Er akzeptiert keine Motivationsprobleme. «Hat die einer, ist er im falschen Beruf.» Auch in einem «besseren Trainingslager» duldet Vogel keine Kompromisse.

Tallinn vergisst Offensive

Beim Gegner ist der Respekt vor Basel gross. So gross, dass man die Hoffnung auf ein Weiterkommen scheinbar schon vor dem Spiel aufgegeben hat. «Für meine jungen Spieler ist es das grösste Spiel der Karriere. Sie sollen es geniessen.»

Floras Trainer Martin Reim, mit 157 Länderspielen Rekordnationalspieler und in Estland eine Fussballlegende, ändert gegen Basel sogar seine Taktik. «In der Liga spielen wir offensiv, jetzt müssen wir unser Tor verteidigen.» Im Nationalstadion A. Le Coq Arena (benannt nach einer Biersorte) werden knapp 1000 Zuschauer erwartet. So, wie es sich der FCB in Trainingslagern gewöhnt ist.

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