FC Basel

Fischer will eine Reaktion auf Sevilla und eine Rache für das Cup-Out

Im letzten Aufeinandertreffen schied der FCB gegen den FC Sion aus dem Cup aus. Gibt es am Sonntag die Revanche?

Im letzten Aufeinandertreffen schied der FCB gegen den FC Sion aus dem Cup aus. Gibt es am Sonntag die Revanche?

Schon am Sonntag um 16 Uhr geht es für den FC Basel weiter. Dann tritt der FCB in Sion an. Dort also, wo man beim letzten Spiel aus dem Cup ausgeschieden war. Fischer will nun die Pleite vom Dezember wieder gut machen.

Gut ist die Erinnerung an das letzte Spiel des FC Basel in Sion nicht. Es war der 13. Dezember des letzten Jahres, das Viertelfinale im Schweizer Cup, in dem der FCB gegen den Titelverteidiger im Penaltyschiessen ausschied.

Seither sind die beiden Teams nicht mehr aufeinander getroffen. Und nun müssen die Basler, ausgerechnet nach dem bitteren Ausscheiden in der Europa Leage am Sonntag in Sitten (ab 16 Uhr im Liveticker) antreten. Ganz vergessen ist dabei die Niederlage im Cup natürlich noch nicht: «Das Ausscheiden hat uns natürlich gewurmt. Das war brutal», so FCB-Coach Urs Fischer.

In der Liga sieht das Ganze aber etwas anders aus. Der FCB ist Tabellenführer, hat 14 Punkte Vorsprung bei einem Spiel weniger. Aber davon will Fischer nichts wissen: «Das wird noch ein ganz hartes Stück Arbeit, und das meine ich todernst. Ich glaube erst, dass wir Meister sind, wenn es rechnerisch klar ist.» Schliesslich würden noch 13 Spiele anstehen, in denen schnell noch etwas passieren könne. «Es hat alles schon gegeben. Wichtig ist jetzt, dass wir den Fokus behalten und diese Niederlgae gegen Sevilla irgendwie aus den Köpfen kriegen.»

Nicht mit dabei sind gegen Sion Taulant Xhaka, der die letzte seiner vier Spielsperren absitzt und die verletzten Andraz Sporar, Jean-Paul Boëtius, Manuel Akanji und Philipp Degen. «Zum Glück hat sich gegen Sevilla kein weiterer Spieler verletzt», sagt Fischer angesichts der doch langen Verletztenliste.

Die Abwesenden

Bei diesem Wunsch spielt Fischer vor allem die Zeit in die Karten. Gestern Abend erst wieder in Basel gelandet, versammelt sich die Mannschaft heute Morgen bereits wieder, um ein kurzes Training zu absolvieren und später nach Sion zu reisen. Viel Zeit bleibt da also gar nicht, an Sevilla zu denken und um das Spiel nachzubearbeiten. «Wir zeigen den Spielern Videos von Sion, dann ist Sevilla abgehackt.»

Beisst Lang nochmal auf die Zähne?

Dennoch wolle man – im Bezug auf das Ausscheiden gegen Sevilla – eine Reaktion zeigen. «Wir wollen diese drei Punkte gegen Sion. Unser grösstes Ziel ist diese Saison, den Titel zu holen.» Ganz so einfach wird das aber gegen Sion nicht werden, und dessen ist sich Fischer auch bewusst. «Sie werden uns das Leben schwer machen. Sie sind stark zu Hause, das haben sie auch in der Europa League gezeigt.» Einzig an Beständigkeit fehle es dem Gegner vom Sonntag noch.

Dass Sion nach dem Transfer von Theofanis Gekas gefährlicher geworden ist, glaubt Fischer nicht: «Sie waren auch ohne ihn schon gefährlich. Wir müssen einfach auf uns schauen. Die Mannschaft weiss, was sie erwartet.» Und seine Mannschaft werde bereit sein. Ob oder mit Michael Lang, das konnte der FCB-Trainer am Freitagabend nicht abschliessend beantworten. Mit dem Tapeverband, den Lang am Donnerstag hatte, sei es trotz Bänderriss sehr stabil gewesen und es habe funktioniert. «Ich weiss aber nicht, wie es bei ihm mit den Schmerzen aussieht. Er hat am Donnerstag auf die Zähne gebissen, und wenn es geht, dann wird er das auch am Sonntag machen.» Riskieren werde man aber natürlich nichts.

Ebenfalls unklar ist, ob Fischer Hoegh nach dessen schlechter Leistung am Sonntag erneut eine Chance gibt. «Ab und an ist es das Beste, dann gleich nochmal ins kalte Wasser geworfen zu werden. Aber wir haben ja auch noch Walter Samuel.» Und angesichts dessen, dass Fischer den einen oder anderen Wechsel angekündigt hat, darf man mit einer Rochade in der Innenverteidigung rechnen.

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