FC Basel
Fischer vor Spitzenspiel gegen GC: «Wird gewisse Brisanz drin sein»

Am Sonntag (ab 16 Uhr im Liveticker) trifft der FC Basel im Spitzenkampf auf GC. Gewinnen die Basler, weisen sie bereits 15 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten auf. Nicht nur deshalb wird es ein brisantes Duell.

Céline Feller
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Das erste Duell zwischen dem FCB und Gc endete mit 3:2 für den FCB, das zweite Duell mit 3:2 für GC - wie geht der Spitzenkampf am Sonntag aus?

Das erste Duell zwischen dem FCB und Gc endete mit 3:2 für den FCB, das zweite Duell mit 3:2 für GC - wie geht der Spitzenkampf am Sonntag aus?

Keystone

Olympiakos Piräus, Bate Borisov, Roter Stern Belgrad, Ferencváros Budapest, Paris Saint-Germain und der FC Basel. Zugegeben, auf den ersten Blick haben diese sechs Mannschaften nicht gerade wirklich viel gemeinsam. Doch der englische Mirror hat sich eingängiger mit diesen Mannschaften befasst, oder besser, deren Position in der Tabelle. Allesamt stehen sie an der Spitze ihrer jeweiligen Liga. Dominieren diese, teilweise nach Belieben, und machen sie damit zu den sechs langweiligsten und am wenigsten kompetitiven Ligen in ganz Europa. Unglaubliche 24 beziehungsweise 25 Punkte Vorsprung haben beispielsweise PSG und Belgrad auf ihren jeweils ersten Verfolger.

Ganz mithalten kann der FC Basel damit nicht. Doch durch seinen momentanen Vorsprung von 12 Punkten auf GC hat er es ebenfalls in diese Liste geschafft. Und genau gegen GC geht es für die Basler am Sonntag in der Meisterschaft weiter. Und auch wenn das Resultat in diesem Spitzenkampf keine direkten Auswirkungen auf die Tabelle hat, wird das Spiel mit Spannung erwartet. Die letzten beiden Duelle endeten beide mit 3:2, jeweils für den Gast. Und das Spiel im Joggeli vom November machte unzählige Schlagzeilen – vor allem wegen diversen Schiri-Fehlentscheiden und Breel Embolo's Fairplayaktion.

Nicht nur deshalb sagte FCB-Cheftrainer an der Vorschau-Pressekonferenz: «Da wird eine gewisse Brisanz drin sein.» Klar ist für Fischer auch, dass er und sein Team die nicht zwingende Niederlage im letzten Spiel wiedergutmachen wollen. So einfach, wie dies der Blick auf die Tabelle vermuten lässt, wird es aber nicht werden. «Sie konnten fast die ganze Zeit mit der gleichen Mannschaft auflaufen, haben eine gewisse Erfahrung im Kader. Und ihre Offensive ist gefährlich und immer für ein Tor gut», so Fischer.

So gelte es vor allem diese Offensive, die beste der Liga, in den Griff zu bekommen. Gelingt den Baslern dies so gut, dass sie den Sieg holen, bauen sie ihren Vorsprung auf 15 Punkte aus. Eine Tatsache, die Urs Fischer aber nach wie vor nicht interessiert. «Wir haben diese Zahlenspiele schon mehr als einmal thematisiert. Mal waren es 13 Punkte, mal sieben, mal zehn. Aber solange die Differenz nicht so gross ist, dass wir rechnerisch nicht mehr eingeholt werden können, diskutiere ich das nicht.» Schon gar nicht will er davon reden, dass die Meisterschaft nach diesem Spitzenkampf entschieden sei – egal, wie es ausgeht.

Steffen in der Startelf?

Viel lieber als über mögliche Punktedifferenzen redete Fischer über seine Spieler. Über die jungen Cedric Itten und Pedro Pacheco, die einen guten Job machen, in der ersten Mannschaft aber sehr grosse Konkurrenz vor der Nase haben. Über Daniel Hoegh, der zwar wieder fit ist, aber ebenso den Konkurrenzkampf annehmen muss. Über Naser Aliji, der seine Rolle als dritter Linksverteidiger hinter Adama Traoré und Behrang Safari akzeptiere. Und über Renato Steffen. «Ich denke, er ist ein Kandidat für die Startelf», so Fischer über den Winterneuzugang, der letztes Wochenende nicht nur durch sein erstes Tor für den FCB Schlagzeilen gemacht hat. «Er hat angedeutet, zu was er fähig ist. Und rein von den Trainings und Daten her sieht das sehr gut aus.»

Ob er dann auch wirklich von Beginn an spielt, bleibt offen. Klar ist lediglich, dass der FCB am Sonntag die nächsten drei Punkte auf dem Weg zum siebten Titel in Folge holen will. Dass man dann weiterhin in einer der langweiligsten Ligen überhaupt spielt, wird beim FCB zu verkraften sein.