Am Freitag hatte sich Espérance zum vierten Mal als Champions-League-Sieger auf dem Schwarzen Kontinent gewähnt. Der tunesische Rekordmeister setzte sich im Rückspiel 1:0 durch, nachdem die erste Partie in Marokko 1:1 geendet hatte.

Das Rückspiel hatte allerdings vorzeitig und im Tumult geendet. Am Ursprung des Chaos stand die nicht funktionstüchtige Anlage für den Videobeweis, kurz VAR genannt. Der VAR hätte zum Einsatz kommen sollen, als Wydad nach einer Stunde der Ausgleich wegen einer Offside-Stellung aberkannt wurde. Die Spieler des marokkanischen Vereins verliessen darauf das Terrain und weigerten sich, die Partie fortzusetzen. Nach einem anderthalb Stunden dauernden Unterbruch pfiff der Schiedsrichter das Spiel vorzeitig ab. Der Afrikanische Fussball-Verband (CAF) bestätigte das Ergebnis trotzdem.

Fünf Tage später kam die CAF auf ihren Entscheid zurück und damit der Forderung des Fussball-Verbandes von Marokko nach, der einen Protest gegen die Wertung des Spiels deponiert hatte. Der Termin und der Ort für das Wiederholungsspiel stehen noch nicht fest. Die Partie soll erst nach dem Ende des Afrika-Cups ausgetragen werden. Der Final des kontinentalen Länder-Turniers findet am 19. Juli statt.