Ticketbetrüger
Fifa zeigt Viagogo an – das sagen frühere Opfer der umstrittenen Ticketbörse

Die FIFA verklagt die Ticketplattform Viagogo wegen Verstosses gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Wie der Fussball-Weltverband am Dienstag mitteilte, habe man am Montag bei der Staatsanwaltschaft in Genf eine Strafanzeige gegen Viagogo eingereicht.

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Die Westschweizer Konsumentenorganistaion FRC warnte bereits vor der Fifa-Anzeige vor dem Kauf von Tickets für die Fussballweltmeisterschaft in Russland auf der Plattform Viagogo. (Symbolbild)

Die Westschweizer Konsumentenorganistaion FRC warnte bereits vor der Fifa-Anzeige vor dem Kauf von Tickets für die Fussballweltmeisterschaft in Russland auf der Plattform Viagogo. (Symbolbild)

Keystone/EQ IMAGES/URS BUCHER

Zuvor habe die FIFA zahlreiche Beschwerden über die Geschäftspraktiken von Viagogo beim Verkauf von Eintrittstickets für die WM in Russland erhalten. So habe Viagogo Tickets für das Eröffnungsspiel zwischen Russland und Saudi-Arabien verkauft – für mehr als das doppelte des üblichen Preises.

Der unerlaubte Verkauf und Vertrieb von Tickets sei ein schwerwiegendes Problem, teilte die FIFA mit. Ziel sei ein faires Ticketprogramm. Die einzige offizielle und legitime Website für WM-Tickets sei fifa.com/tickets. "Eintrittskarten, die über nicht autorisierte Vertriebskanäle gekauft wurden, einschliesslich aller über die viagogo AG gekauften Tickets, werden storniert, sobald sie identifiziert wurden", heisst es in der Mitteilung.

Damit schloss sich der Verband mehreren Interessengruppen an, die bereits gegen das Unternehmen Klage eingereicht haben.

Auch zwei Schweizer wurden schon Opfer vom Ticketbetrug. In den Videos schildern sie ihre Erfahrungen:

(sda/sam)

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