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Fifa-Präsident Blatter über Katar: «Die Situation ist untragbar»

Sepp Blatter mit Katars Scheich Mohammed bin Hamad al-Thani

Sepp Blatter mit Katars Scheich Mohammed bin Hamad al-Thani

Katar gerät immer wieder in die Schlagzeilen, weil das Emirat für den Bau der Infrastrukturen für die WM 2022 Gastarbeiter wie Sklaven behandelt. Fifa-Präsident Sepp Blatter sieht es als zu einfach an, die Verantwortung auf die Fifa zu schieben.

Fifa-Präsident Sepp Blatter ist «besorgt über die Zustände in Katar», dem Emirat, das 2022 die Fussball-WM durchführt und Gastarbeiter wie Sklaven behandelt.

Gemäss einem Bericht von Amnesty International werden die Menschenrechte vieler Gastarbeiter verletzt, welche die Infrastruktur für die WM bauen. «Die Fifa ist bereit, mit allen zuständigen Stellen und Behörden zusammenzuarbeiten, um die Probleme zu bekämpfen», so Blatter weiter.

«Es ist zu einfach, alles auf die Verantwortung der Fifa zu schieben», ergänzt Blatter.

«Viele Leute sind hier verantwortlich - auch Firmen aus Europa, speziell Deutschland und Frankreich.»

Er verlangt von europäischen Politikern und Regierungen, sich zu den Bedingungen in Katar zu äussern. «Wir dürfen nicht vergessen, dass grosse europäische Unternehmen dort arbeiten, und diese sind für ihre Arbeiter verantwortlich.»

Letztlich hätten Frankreich und Deutschland Druck gemacht, «dass dieses Turnier in Katar stattfindet.»

Amnesty International erwartet von der Fifa einen konkreten Plan zur Verbesserung der Situation.

«Wir werden die Entwicklung bis im März beobachten. Dann werde ich dem Exekutivkomitee wieder rapportieren», so Blatter.

Er verspricht: «Ich werde dem Komitee schon an der Sitzung in Brasilien am 4./5. Dezember über die Diskussionen berichten, die wir hatten.»

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