Die noch junge Fußball-Nationalmannschaft des Kosovo bekommt unmittelbar vor dem Anpfiff ihres ersten Pflichtspiels in der WM-Qualifikation prominenten Zuwachs.

Der Weltverband FIFA erteilte neun "Ausländern" kurzfristig die Erlaubnis, für ihr eigentliches Heimatland zu spielen - darunter der frühere deutsche Junioren-Nationalspieler Fanol Perdedaj (1860 München), Bundesliga-Profi Enis Alushi (1. FC Nürnberg) sowie der Schweizer Ex-Nationalspieler und WM-Teilnehmer Albert Bunjaku (ebenfalls früher 1. FC Nürnberg und 1. FC Kaiserslautern).

Zudem dürfen Bersant Celina, Hekuran Kryeziu, Sinan Bytyçi, Vedat Muric, Erton Fejzullahu und Elbasan Rashani am Montagabend (20.45 Uhr) in Finnland auflaufen. Normalerweise verbieten die FIFA-Statuten den Nationenwechsel, im Fall Kosovo wurden aber mehrere Ausnahmen genehmigt.

Debut unter Hitzfeld

Bunjaku absolvierte 2009 unter dem damaligen Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld seinen ersten Ernstkampf im Schweizer Nationaldress: 0:1 gegen Norwegen. Er hatte zwischen 2009 und 2010 sechs Einsätze für die Schweizer Nati, wurde dann nicht mehr aufgeboten.

Für Kosovo spielt er seit 2014, allerdings waren dies nur Freundschaftsspiele. Der Kosovo, der von einigen Ländern der Welt nicht als Staat anerkannt wird, war erst im Frühjahr 210. FIFA-Mitglied geworden. Mehrere Spieler warten noch auf eine FIFA-Entscheidung, um für ihr Heimatland auflaufen zu können.