Super League

FCZ-Verteidiger Mirlind Kryeziu mit Coronavirus infiziert

Mirlind Kryeziu.

Mirlind Kryeziu.

Die Super League hat ihren ersten Corona-Fall. Mirlind Kryeziu, Innenverteidiger des FC Zürich, ist positiv auf das Virus getestet worden. Die Auswirkungen auf den Spielbetrieb sind noch unklar.

Wie der Verein mitteilte, habe der 23-jährige Zürcher mit Wurzeln im Kosovo nach dem Auftreten von leichten Symptomen nicht mehr am Trainingsbetrieb teilgenommen und befinde sich seither in häuslicher Isolation.

Der FC Zürich sagte sein Training vom Freitagnachmittag ab. Man folge den Weisungen des Bundesamts für Gesundheit BAG und unternehme nun die notwendigen Schritte, liess der Klub verlauten. Sämtliche für das Spiel vom Samstag gegen Sion einsatzfähigen Spieler sowie die Staff-Mitglieder wurden vorsorglich getestet, ausserdem erfolgten Abklärungen bei Personen im Umfeld der ersten Mannschaft. Die Resultate standen am Freitag noch aus, werden aber bis zum Heimspiel am Samstagabend bekannt sein.

Der erste richtige Corona-Fall in der Super League - vor Kryeziu war St. Gallens Boris Babic positiv getestet worden, der wegen eines Kreuzbandrisses aber nicht am Spielgeschehen teilnimmt - könnte eine Kettenreaktion auslösen. Mirlind Kryeziu stand sowohl am letzten Dienstag gegen Xamax als auch drei Tage zuvor gegen Servette als Einwechselspieler auf dem Platz. Bei Xamax wurden am Freitag nach Bekanntgabe des positiven Falls beim FCZ ebenfalls umfassende Tests angeordnet. Servette verzichtete vorerst auf diesen Schritt - weil niemand Symptome gezeigt habe, erklärte der Klub.

Sollte Mirlind Kryeziu nicht der einzige mit einem positiven Ergebnis bleiben, könnte die Super League in eine Zwickmühle geraten. Zum einen könnten die Behörden Partien einen Riegel vorschieben, wobei die Hoheit im Fall des FCZ-Matchs vom Samstag beim Zürcher Kantonsarzt liegt, zum anderen könnten den Teams die Spieler ausgehen. Gemäss Reglement kann ein Klub, wie sonst auch üblich, ab sechs Krankheitsfällen ein Gesuch auf eine Spielverschiebung stellen. Raum für Verschiebungen bleibt im dichten Programm bis zum letzten Spieltag am 2. August aber nicht.

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