FC Basel

FCB-Trainer Wicky vor dem Spiel gegen Sitten: «Ich erwarte einen umkämpften Match»

Trainer Wicky trifft mit dem FCB am Sonntag auf Sion.

Trainer Wicky trifft mit dem FCB am Sonntag auf Sion.

Vor einer Woche gab es nur ein enttäuschendes 1:1 gegen den FC Lugano. Am Sonntag will sich der FC Basel gegen Sion rehabilitieren. Für Trainer Raphael Wicky ist es eine Rückkehr.

Es war eine ereignisreiche Woche für den FC Basel: Es galt das frustrierende 1:1 vom letzten Wochenende gegen den FC Lugano zu verdauen und bei der Auslosung der Champions-League-Gruppenphase auf Losglück zu hoffen. „Eine sehr schwierige, aber auch eine sehr attraktive Gruppe“, meint Trainer Raphael Wicky zur Auslosung mit Manchester United, Benfica Lissabon und ZSKA Moskau. Der FC Basel will mehr als nur mitspielen: „Das Ziel muss sein, europäisch zu überwintern“, sagt Wicky: „Wir wollen unsere Gegner ärgern.“ Dass der FC Basel dazu durchaus in der Lage ist, bewies er 2011: Dank eines 2:1-Siegs gegen Manchester United gelang der Einzug in die Achtelfinals – Manchester United musste in die Europa League. „An einem guten Tag kann man in Europa viele Teams schlagen“, sagt Wicky.

Super League, 2017/18, 5. Runde, FC Basel - FC Lugano, Alle Highlights

Alle Highlights zum Spiel gegen Lugano.

Den Kopf über die Champions League zerbrechen will sich Wicky aber noch nicht. „Der Fokus liegt auf dem Spiel vom Sonntag gegen Sion.“ Alles andere als ein Sieg und die Wolken über dem St. Jakob-Park würden sich weiter verdunkeln. Bereits nach dem Spiel gegen Lugano musste sich der Trainer nach dem Schlusspfiff von den eigenen Fans einige Pfiffe anhören. „Wir haben das Spiel gegen Lugano analysiert“, so Wicky: „Über Phasen im Spiel waren wir technisch ungenügend. Dazu kamen viele unnötige Ballverluste. Wenn man nicht immer 100 Prozent gibt, reicht es nicht für die drei Punkte.“

Ohne Serey Dié, mit Bua

Nicht mit von der Partie sein wird am Sonntag Geoffroy Serey Dié. Der Mittelfeldspieler bat Wicky um eine Dispensierung. Auf Grund von familiären Angelegenheiten reiste der Ivorer in seine Heimat. „Fussball ist das Leben unserer Spieler, aber es gibt auch noch wichtigere Sachen“, sagt Wicky. Dafür kann Wicky wieder auf Kevin Bua zählen. Der 24-jährige Romand kämpfte seit dem Spiel gegen GC mit einer Muskelverhärtung und musste gegen Lugano pausieren.

Für Wicky ist das Spiel gegen Sion auch eine Rückkehr: Der Walliser gab im zarten Alter von 16 Jahren sein Debüt beim FC Sion und blieb dem Verein bis 1997 treu. Mit den Wallisern holte Wicky 1997 den Schweizer Meistertitel und wurde dreimal Pokalsieger (1995, 1996, 1997). „Natürlich ist es immer speziell, zurück zu kehren ins Wallis. Es ist meine Heimat, mein Kanton“, sagt Wicky. Eine spezielle Verbindung zum FC Sion habe er aber nicht.

Unter Zugzwang

Fünf Spiele, nur 10 Punkte und der dritte Tabellenplatz: Wicky steht gegen Sion unter Zugzwang. Trotzdem zeigt sich der 40-Jährige vorsichtig: „Auswärtsspiele in Sion sind immer sehr schwierig. Ich erwarte einen umkämpften Match am Sonntag.“ Während die Walliser zu Beginn der Saison noch eher defensiv agierten, zeigte sich der FC Sion in den letzten Spielen immer offensiver: „Jetzt gehen sie viel mehr drauf“, analysiert Wicky.

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