Bernhard Heusler, der Salzburger Trainer und die Spieler sowie verschiedene Akteure des FC Basel sind der Meinung, der 13-minütige Unterbruch habe die Wende in diesem Spiel ermöglicht. Daraus könnte man schliessen, die FCB-Fans, die Gegenstände auf den Platz geworfen haben, hätten ihren Teil zum Sieg beigetragen.

Bernhard Heusler: Das ist der grösste Quatsch, den ich bisher zu diesem Thema gehört habe. Nach dieser Pause sind wir aus der Kabine gekommen und haben katastrophal gespielt.

Was hat denn Ihrer Ansicht nach dazu geführt, dass Basel in Unterzahl den 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg verwandelt hat?

Unsere internationale Erfahrung hat bestimmt eine wichtige Rolle gespielt. Nach dem Ausgleich haben die Salzburger auf mich so gewirkt, als seien sie paralysiert. Und wir hatten richtige Typen in unserer Mannschaft. Ich würde mich freuen, wenn nun diese im Vordergrund stünden und nicht die Steckenwerfer.

Aber ganz ausblenden lässt sich dies nicht.

Das ist mir klar, und das will ich auch nicht. Aber zu zehnt, nach der berechtigten roten Karte schon nach neun Minuten gegen Marek Suchy, in Salzburg zu gewinnen, ist eine gewaltige sportliche Leistung. Es ist frustrierend, wenn diese nicht genügend gewürdigt wird. Ich habe höchsten Respekt vor der Willenskraft dieser Mannschaft.

Die Uefa hat ein Verfahren eingeleitet. Mit welcher Strafe rechnen Sie?

Das kann ich jetzt nicht sagen. Aber klar erwartet uns eine Strafe. Wir haben tolle Fans, die uns überall hin begleiten, weil sie den FCB lieben. Es ist schade, wenn Einzelne aus der Rolle fallen und dem Klub schaden. (br)