Champions League

FCB-Coach Wicky nach der Gruppenauslosung: «Wir wollen die grossen Namen ärgern»

So sieht die Gruppe des FCB aus.

So sieht die Gruppe des FCB aus.

Der FC Basel trifft in der Champions League auf Benfica, Manchester United und ZSKA Moskau. Nach der Auslosung ist man sich bei den Baslern sicher: Die Gruppe ist schwierig, aber an guten Tagen kann man etwas reissen.

 Manchester United, Benfica Lissabon und ZSKA Moskau. Zwei Rekordmeister ihres jeweiligen Landes und ein Topteam der russischen Liga. Es hätte einfacher kommen können für den FC Basel. «Das ist eine sehr schwierige Gruppe, aber es gibt sowieso keine einfachen Gegner in der Champions League», sagte Raphael Wicky kurz nach der Auslosung. «Mit ZSKA haben wir aber aus Topf vier etwas vom Schwierigsten bekommen», fügte der FCB-Cheftrainer an.

Ähnlich klingt es auch bei Sportchef Marco Streller: «Wir sind in eine schwierige Gruppe gelost worden», liess auch er sich auf der Vereins-Homepage zitieren. Doch das Hauptinteresse zog nicht YB-Bezwinger Moskau, sondern Manchester United auf sich. Das Team von Startrainer José Mourinho ist der grosse Name und der Favorit auf den Gruppensieg – obwohl die Engländer nur in Topf zwei waren und nur dank dem Gewinn der Europa League überhaupt Champions League spielen können.

Akanjis Freude 

«Sicher freut man sich auf diesen Gegner am meisten, diesen Topklub, einen der besten der Welt, und in diesem Stadion spielen zu können», sagt Wicky. Besonders gross dürfte die Freude bei Manuel Akanji und Renato Steffen sein, die beide United-Fans sind. Akanji konnte sein Glück kaum fassen, wie er seine Follower auf Instagram wissen liess.

Eindruck hat United aber auch bei Streller hinterlassen: «Die haben mit zwei Siegen und einem Torverhältnis von plus 8 einen sehr guten Saisonstart erwischt.» Vonseiten United meldete sich nur Innenverteidiger Chris Smalling via Instagram zu Wort und schrieb, dass die Gruppe «gut aussehe».

Ob die Chancen für den FCB auch gut aussehen, ist schwierig zu beurteilen, auch für Wicky und Streller. «Alle Teams sind sehr stark. Aber wir wollen die Grossen in unserer Gruppe ärgern und gut aussehen. Basel hat in den letzten Jahren gezeigt, dass man an einem guten Tag auch Topklubs ärgern kann. Mit dieser Mentalität und dieser Einstellung müssen wir in diese Gruppenphase reingehen», so Wicky.

Basel oder Benfica, Tomas Vaclik?

Der FCB hoffe, dass er eine gute Falle machen könne. Streller spricht gar von der Möglichkeit eines «magischen internationalen Abends, wenn alles zusammenpasst». Gleichzeitig warnt der Sportdirektor aber auch noch vor Benfica Lissabon. «Das ist ein sehr grosser Klub, einer der grössten überhaupt in Europa, mit einer riesigen Fanbasis und immer wieder hervorragenden jungen Spielern, die herausgebracht werden. Vor einem portugiesischen Meister muss man sich immer in Acht nehmen, die haben sehr viel drauf – gerade im technischen Bereich.»

Basel und Benfica, da war doch zuletzt auch noch was. FCB-Keeper Tomas Vaclik wurde mit den Adlern in Verbindung gebracht, weil, wie er sagte, ein portugiesischer Journalist seine Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen hatte. Michael Lang scheint das egal zu sein. Er fragte seinen Kollegen, der sich auf Instagram über die Auslosung freute, ganz frech: «Spielst du dann für Benfica oder Basel?»

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