Schweizer Cup
FC Windisch verliert Cupspiel gegen Wil 0:7 - Wohlen und Aarau weiter

Der Aargauer Cupsieger Windisch unterliegt in der ersten Hauptrunde im Schweizer Cup dem FC Wil deutlich mit 0:7. Der Leader der 2. Liga machte es den Ostschweizern zu einfach.

Ruedi Kuhn
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Leonard Lleshaj (links) und Leandro Martinelli (rechts, beide Windisch) versuchen gemeinsam Jong Hyok Cha (Mitte, Wil) zu stoppen.
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Leonard Lleshaj (links, Windisch) gegen Jong Hyok Cha (rechts, Wil).
Ivan Audino (Wil) erzielt einen weiteren Treffer
Windsch wehrt sich mit vereinten Kraeften.
Goalie Antonio Talerico (Windisch) ist einmal mehr machtlos
Goalie Amtonio Talerico (rechts, Windisch) kassiert einen weiteren Gegentreffer von Ivan Audino (links, Wil).
FC Windisch im Cup gegen Wil chancenlos
Adriano De Luca (links, Windisch) gegen Ivan Audino (rechts, Wil).
riano De Luca (links, Windisch) gegen Ivan Audino (rechts, Wil).
Adriano De Luca (links, Windisch) gegen Marko Muslin (rechts, Wil).
Mauro Martinelli (Mitte, Windisch) bleibt chancenlos gegen drei Wiler.

Leonard Lleshaj (links) und Leandro Martinelli (rechts, beide Windisch) versuchen gemeinsam Jong Hyok Cha (Mitte, Wil) zu stoppen.

Alexander Wagner

Natürlich war Raimondo Ponte enttäuscht. Schliesslich lag seine Mannschaft gegen Wil schon zur Pause 0:3 in Rückstand. „Die Differenz zwischen einem 2.-Ligisten und einem Klub der Challenge League ist einfach zu gross", sagte der Präsident des FC Windisch. „Gut ist nur", fügte Ponte mit einem Augenzwinkern hinzu, „dass ich jetzt die Siegesprämie nicht bezahlen muss. Das hätte unser Budget arg strapaziert ..."

Ponte verlor den Humor trotz der sich abzeichnenden Niederlage nicht. Dass die Ostschweizer nach dem Wechsel vier weitere Tore erzielten, war aus Sicht des Aussenseiters dann aber doch eine sehr bittere Pille. Windisch-Trainer Norbert Schneider sass nach dem Schlusspfiff jedenfalls abgrundtief enttäuscht auf der Bank der Ersatzspieler, rang nach Worten und zog ein ernüchterndes Fazit. „Diese hohe Niederlage schmerzt", hielt der Coach fest. „Solche Stellungsfehler wie beim 0:1 und beim 0:2 dürfen uns nicht passieren. So kann man keine Überraschung schaffen." Im Gegensatz zu Schneider blieb Torhüter Antonio Talerico ganz cool. „Ich bin jetzt 44 Jahre alt", sagte der Goalie. „Da hat man schon so viele Rückschläge erlebt." Und was hat den Unterschied ausgemacht? „Ganz einfach", erklärt Talerico. „Die Wiler sind Profis, wir sind Amateure."

Die Geschichte des Spiels ist tatsächlich schnell erzählt: Der krasse Aussenseiter hielt in der Startphase gut mit. Nach einer Viertelstunde legten die Ostschweizer einen Zacken zu. Claudio Holenstein sorgte mit einem Doppelschlag innert vier Minuten für klare Verhältnisse. Und als Marco Muslin kurz vor dem Wechsel den dritten Treffer erzielte war der Mist geführt. Nach dem Wechsel erhöhten Ivan Audino, Martin Steuble, Holenstein und Audino das Resultat auf 0:7.

Und der FC Windisch? Der 2.-Liga-Leader bezahlte in erster Linie Lehrgeld und war meilenweit vom Ehrentreffer entfernt. Die 500 Zuschauer im Sportplatz Dägerli hätten sich etwas mehr Spannung gewünscht, liessen sich die gute Laune bei herrlichen äusseren Bedingungen allerdings nicht verderben. Eines steht fest: Am nächsten Samstag wird die Welt des FC Windisch im Heimspiel gegen Aufsteiger Gontenschwil wieder anders aussehen. Es muss ja nicht gleich ein 7:0-Sieg sein.

Besser lief es für den FC Aarau. Der FCA siegte im Auswärtsspiel gegen Pully mit 1:4. Nur knapp überstand der FC Wohlen die erste Hauptrunde. Wohlen gewnn im Penaltyschiessen gegen Etoile Carouge.