Der FC Sion ist wieder einmal im Tief. Nach dem 0:4 vom Sonntag gegen den FC Thun kündigt sich ein erneuter Trainerwechsel an. Präsident Christian Constantin sass in der zweiten Halbzeit bereits auf der Trainerbank, «um ein Debakel zu verhindern», erklärte Sportchef Marco Degennaro.

Unter Muñoz hat Sion in drei Spielen drei Punkte geholt. Selbst ein Tor erzielt haben die Walliser allerdings noch nicht. Beim 1:0 gegen St. Gallen profitierten sie von einem Eigentor durch Philippe Montandon.

Geht es nach dem Totomat, des Präsidenten liebstem Richter, ist das Schicksal des Spaniers besiegelt. Heute Morgen sagte Constantin allerdings zu lematin.ch noch: «Natürlich ist Muñoz weiterhin Trainer. Wir brauchen Zeit, um uns wieder zu erholen.» Gleichzeitig betont Constantin: «Wenn uns Lausanne am Mittwoch im Cup nicht schlägt, dann weiss ich auch nicht, wann sie uns je besiegen wollen.»

Falls Constantin trotzdem zur Entscheidung findet, auf eine weitere Zusammenarbeit mit Muñoz zu verzichten, dürfte er gemäss Reglement das Team interimistisch auch selbst coachen. Sobald ein Verein in der Super League einen Trainer entlässt, erhält er Post vom Verband. Darin würde Constantin aufgefordert, innert 20 Tagen einen Trainer zu installieren, der die nötigen Diplome besitzt. Das bedeutet: Constantin könnte Sion maximal für vier Spiele trainieren. Zuerst am Mittwoch im Cup gegen Lausanne, dann in der Meisterschaft gegen Zürich, erneut Lausanne und YB.