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FC Luzern will Alex Frei per sofort – zurzeit laufen die Verhandlungen

Alex Frei wechselt vom Fussballplatz ins Büro: Der erfolgreichste Schweizer Stürmer wird Sportchef des FC Luzern. Bei den Innerschweizern hatte Frei 1999 seine grossartige Karriere lanciert.

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Neue Aufgabe für Alex Frei

Neue Aufgabe für Alex Frei

Keystone

Das Gerücht war schon länger im Umlauf – jetzt hat es sich bewahrheitet: Alex Frei wird Sportchef beim FC Luzern. Noch ist unklar, wann der 33-Jährige seinen neuen Job antreten wird. Der FCL möchte seinen ehemaligen Spieler (1999-2001) am liebsten per sofort holen. Kein Wunder, denn die Planungen für die nächste Saison müssen spätestens jetzt beginnen. Da wäre es von grossem Vorteil, den künftigen Sportchef dabeizuhaben.

Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Mit der U21 schafft es Frei 2002 bis ins Halbfinale der EM.
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Alex Frei erzielt als 21-Jähriger in seinem dritten Länderspiel gegen Luxemburg bereits einen Hattrick
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere An der Euro 2004 macht Frei als Lama weltweit Schlagzeilen
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Der Sprung ins Ausland: Frei spielt 2002-2006 für den französischen Club Stade Rennais, wo er 2005 mit 20 Saisontoren zum erfolgreichsten Torschützen der Ligue 1 wird. Die nächsten drei Saisons spielt Frei für Borussia Dortmund, wo er insgesamt 37 Tore erzielt.
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere 2008 folgt der nächste Tiefschlag. Frei verletzt sich im ersten Spiel der Euro und fällt für das gesamte Heimturnier aus
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Für Frei ist das Turnier schon nach wenigen Minuten vorbei
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Unter Tränen verlässt er das Feld (rechts Christian Meissgeier)
Das sind die Höhen und Tiefen seiner Karriere
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere An Krücken kommt er auf den Platz zurück, um seine Teamkollegen anzutreiben
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere 2009 holt der FCB Frei in die Heimat zurück. Frei verspricht Pokale.
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere 2010 pfeifen die Fans der Nationalmannschaft Frei aus – er ist ihnen zu ehrgeizig und verbissen
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere 2011 ziehen Frei und Kumpel Streller einen Schlussstrich und treten aus der Nati zurück
Wie man ihn kennt: Alex Frei in Siegerpose. Der Ehrgeiz habe ihm rückblickend sehr geholfen. Beim FCB aber ist Frei weiterhin Gold wert, wird zweimal Torschützenkönig.
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Frei wird mehrmals als Spieler des Jahres ausgezeichnet
Alex Frei ist Axpo Player of the Year
Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Auch international feiert er Erfolge mit dem FCB (hier gegen die Roma)
Beim legendären 3:3 im Old Trafford erzielt Frei zwei Tore.
Und er hält sein Versprechen: Er holt Pokale mit dem FCB, zwei Cupsiege und drei Meisterschaften
Am 15. November 2012 gibt Frei seinen Rücktritt bekannt.

Alex Frei: Die Stationen seiner Karriere Mit der U21 schafft es Frei 2002 bis ins Halbfinale der EM.

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Zurzeit laufen in der Innerschweiz die Verhandlungen. FCB-Sportchef Georg Heitz soll in Luzern sein und dort vor Ort mit FCL-Präsident Mike Hauser sprechen. Natürlich geht es auch um Geld: Frei hat einen bis Ende Juni laufenden Vertrag beim FCB.

In die Gespräche involviert ist auch FCB-Coach Murat Yakin. Braucht er Frei noch für den Endspurt im Titelkampf? Oder würde Frei nach der baldigen Rückkehr von Raul Bobadilla eh wieder in den Hintergrund rücken und nur noch sporadisch zum Einsatz kommen? Fragen über Fragen, die noch heute geklärt werden sollen.

Frei wollte eigentlich in den Nachwuchsbereich

Die Nachricht von Alex Freis direktem Wechsel vom Fussballplatz ins Büro überrascht. Bei seiner Rücktrittsverkündigung Mitte November sprach Frei davon, im Sommer einen Job in der FCB-Nachwuchsabteilung zu übernehmen. Dies, weil er erst einmal Abstand vom Profifussball brauche und mehr Zeit für seine Familie haben möchte. Frei ist seit Sommer 2012 Vater einer Tochter.

Noch vor drei Wochen rechnete man im FCB mit einem Verbleib Freis. Präsident Bernhard Heusler sagte damals gegenüber der «Nordwestschweiz»: «Alex wird bei uns wahrscheinlich eine Juniorenmannschaft übernehmen.»

Dass der Nati-Rekordtorschütze in die Innerschweiz wechselt, erstaunt hingegen nicht: Alex Frei lancierte 1999 bei Luzern seine glorreiche Karriere und pflegt seither einen guten Kontakt zu FCL-Ehrenpräsident Walter Stierli.

Das Duo Heiko Vogel und Alex Frei verstand sich in Basel bestens.

Das Duo Heiko Vogel und Alex Frei verstand sich in Basel bestens.

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FCB und FCL bestätigen Gerüchte

FCB-Präsident Bernhard Heusler und FCL-Sprecher René Baumann bestätigten heute Vormittag das Gerücht. Heusler: «Alex Frei hat mir am Sonntag gesagt, dass der FC Luzern ihn am Mittwoch als neuen Sportchef vorstellen möchte.» Baumann: «Alex Frei hat nach letzten Gesprächen einen Vertrag als Sportchef des FC Luzern unterschrieben.»

Noch heute will man aufseiten der Innerschweizer näher informieren. Eine Pressekonferenz soll dann am Dienstag stattfinden.

Heiko Vogel als FCL-Trainer?

Mit der Einstellung eines neuen Sportchefs dürfte in Luzern auch die Zeit von Trainer Ryszard Komornicki abgelaufen sein. Heiko Vogel wird als Nachfolger des Polen gehandelt. Dies würde nicht überraschen: Vogel und Alex Frei pflegten zu gemeinsamen FCB-Zeiten ein sehr gutes Verhältnis.

Am Ostermontag ist der Basel ausgerechnet beim FC Luzern zu Gast. Auf welcher Seite steht dann Alex Frei? (wen/sha)

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