Fokus auf Sion
FC Basel will seine Siegesserie in der Super League weiterführen

Auf den FC Basel warten zwei wichtige Heimspiele in Super League und Champions League. Dabei setzt Trainer Murat Yakin die Konzentration vorerst auf das Spiel gegen Sion und nicht auf den Champions-League-Abend gegen Schalke 04.

Roman von Arx
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Marco Streller ist ein beliebter Interviewpartner.

Marco Streller ist ein beliebter Interviewpartner.

Keystone

Am Mittwoch konnte der FC Basel in Thun einen am Schluss ungefährdeten Sieg verbuchen. Anders als in vergangenen Jahren, als man im Berner Oberland auch schon mal gestrauchelt ist, bekundete der Schweizer Branchenprimus diesmal weniger Mühe gegen die unangenehmen Thuner.

Für Trainer Murat Yakin war es in der Meisterschaft der erste Vollerfolg in der Arena Thun. Damit unterstreicht auch die Statistik die Mühen des FCB in den vergangenen Partien gegen den FC Thun. Zum ungefährdeten Sieg hat aber sicher auch der Umstand beigetragen, dass die Europa-League-Helden die Strapazen der vielen englischen Wochen langsam zu spüren bekommen. Anders als der FC Basel kann Trainer Urs Fischer dabei nicht auf das Prinzip Rotation setzen. Das Kader ist dafür zu dünn besetzt und die Beine der Stammspieler werden mit jedem Spiel schwerer. Solche Probleme kennt Murat Yakin nicht. Er wirbelte die Mannschaft im Vergleich zum Spiel in Sion wieder kräftig durcheinander. Dank der Thuner Ineffizienz in der ersten Hälfte und einer starken FCB-Schlussphase ging der Poker auch in diesem Spiel voll auf.

Der Matchwinner der Basler, Valentin Stocker, begründete den Vollerfolg am Tag danach so: «Wir haben mittlerweile die Erfahrung, solche Spiele für uns zu entscheiden.» Diese Erfahrung spiegelt sich auch in der Rangliste wider. Der FC Basel grüsst aktuell mit den punktgleichen Grasshoppers von der Tabellenspitze. Zu diesem frühen Zeitpunkt der Meisterschaft doch eine Seltenheit, wenn man die vergangenen Jahre und die Startschwierigkeiten der «Bebbi» betrachtet.

Fokus auf Sion trotz Schalke

Bevor man sich nun aber auf den nächsten magischen Champions-League-Abend im St. Jakob-Park freuen darf, muss die Pflicht in der Liga erfüllt werden. Nicht Schalke heisst der Gegner morgen Samstag, sondern Sion. Das zweite Aufeinandertreffen mit den Wallisern innert Wochenfrist verspricht wiederum eine spannende Affiche.

Das Spiel in der Königsklasse gegen Schalke ist in Basel bereits überall präsent. Dies unterstreicht auch die Tatsache, dass beim gestrigen Training nach dem Spiel in Thun bereits deutsche und sogar österreichische Medien auf dem Trainingsgelände präsent waren. Im Fokus des Interesses war natürlich der ehemalige Bundesligaspieler Marco Streller. Der Captain der Basler war ein beliebter Interviewpartner für die Kamerateams aus dem Ausland. Die Konzentration muss aber trotz des steigenden Medienrummels dem Spiel am Samstag gelten.

Die Basler haben die Chance, ihre Siegesserie weiter auszubauen. Sie sind seit dem 1:1 gegen Luzern am 5. Spieltag immer als Sieger vom Platz gegangen. Doch die Spieler des FC Basel sind sich durchaus bewusst, dass Sion kein leichter Gegner wird und sie das Spiel trotz guter Form noch lange nicht gewonnen haben. «Nach unserem Sieg in Sion wird das ein sehr schwieriges Spiel für uns», zeigt sich auch Valentin Stocker vor den Tücken der bevorstehenden Aufgabe gewarnt.

Wird das Spiel gegen Sion allerdings erfolgreich gestaltet, können die Basler mit einer noch breiteren Brust gegen den Bundesligisten aus dem Ruhrgebiet, Schalke 04, antreten. Dann sind nämlich nicht mehr sie der grosse Favorit wie sonst immer in der Liga, sondern der Gegner aus der grossen Bundesliga.

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