Fussball
FC Al-Jazira tourt durch die Schweiz – Klubbesitzer lässt Spiele in die Wüste übertragen

Der FC Al-Jazira aus Abu Dhabi weilte im Trainingslager in der Schweiz. Weil der Klubbesitzer, Scheich al-Nahyan, die Testspiele nicht vor Ort mitverfolgen konnte, liess er sie sich live in die Heimat übertragen – bis er keinen Bock mehr hatte.

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Al-Jazira-Klubbesitzer Scheich Mansour bin Zayed al-Nahyan (links) überreicht der Mannschaft einen Pokal.

Al-Jazira-Klubbesitzer Scheich Mansour bin Zayed al-Nahyan (links) überreicht der Mannschaft einen Pokal.

Keystone

Mehrere Wochen weilte der FC Al-Jazira aus Abu Dhabi in der Schweiz im Trainingslager. Dabei spielte er gegen verschiedene Schweizer Fussballteams, darunter den FC Thun oder den FC Schaffhausen.

Der Besitzer des Clubs, Scheich Mansour bin Zayed al-Nahyan, konnte die Spiele nicht vor Ort mitverfolgen, kurzerhand liess er sie sich live in die Heimat übertragen. Dabei scheute er keinen Aufwand. Vor den Spielen rollten Sattelschlepper voller Material an, acht oder neun Kameras filmten das Geschehen auf den Plätzen. Zum Vergleich: Ein reguläres Spiel der Super League kommt mit sechs Kameras aus.

Vergangenen Dienstag allerdings schien er keine Lust auf Fussball zu haben. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn wurde die Übertragung der Partie gegen den FC Biel abgebrochen.

«Uns wurde ausgerichtet, dass sich anscheinend der Trainer der Mannschaft gegen die Aufzeichnung gewehrt hatte», sagt der Direktor von der Übertragungsfirma Mediatec, Reto Osterwalder, gegenüber der «NZZ am Sonntag».

Hinter vorgehaltener Hand wurde spekuliert, der Scheich wolle sich das Spiel nun doch nicht anschauen. (nch)