Challenge League
FC Aarau in der Einzelkritik: Die Noten nach dem Spiel in Wil

Goalie Ulisse Pelloni war beim 0:0 gegen den FC Wil Aaraus Bester. Luca Radice gibt derweil Rätsel auf. Carlinhos offenbarte bei seinem Debüt läuferische Defizite, kann aber trotzdem die Attraktion der Challenge League werden.

François Schmid-Bechtel
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Goalie Ulisse Pelloni, Michael Perrier und Carlinhos vom FC Aarau.

Goalie Ulisse Pelloni, Michael Perrier und Carlinhos vom FC Aarau.

Keystone
Ulisse Pelloni: Note 5 Die 14. Minute. Der starke Wiler Mittelfeldspieler Söylemezgiller lanciert Audino, dieser passt quar auf Mert Nobre, der den Ball eigentlich nur noch einzuschieben braucht. Doch der Captain des FC Wil traut seinen Augen nicht. Aarau-Keeper Pelloni taucht wie aus dem Nichts auf und rettet mirakulös.
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Kim Jaggy: Note 4,5 Nur drei Tage nach der Rückkehr vom Gold Cup, wo er mit Haiti im Viertelfinal gegen Jamaika ausgeschieden ist, zeigte er sich erstaunlich frisch. Jaggy war auf der ungewohnten Position im linken offensiven Mittelfeld nicht nur ein Aktivposten, sondern auch ein Aggressivleader.
Ivor Nganga: Note 4,5 Defensiv war er überragend, hat sich keinen einzigen Fehler erlaubt. Ausserdem ist er mittlerweile so abgebrüht, dass er auch dann einen Freistoss erhält, wenn er nicht berührt worden ist. Nach vorne wie so häufig etwas wild und unkoordiniert.
Marco Thaler: Note 4 Musste häufiger als Jäckle in die Duelle mit Mart Nobre, der 253 Spiele für Besiktas und Fenerbahce bestritten hat. Und Thaler war bis auf eine Ausnahme der Gewinner des Duells. Doch es gilt zu bemerken, dass Nobre (35) seine besten Zeiten hinter sich hat.
Bruno Martignoni: Note 4,5 Ein belebendes Element auf der linken Seite. Mit viel Drive und Durchsetzungsvermögen. Harmonierte hervorragend mit Kim Jaggy. Leider ist der Tessiner immer wieder mal unkonzentriert in der Defensivarbeit.
Oliver Jäckle: Note 4 Wenn ein Innenverteidiger nicht allzu viel Arbeit hat, ist entweder der Gegner inferior oder das defensive Mittelfeld überragend. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.
Sandro Burki: Note 4,5 Der beste Aarauer Feldspieler. Er brachte Struktur ins Spiel. Forderte die Bälle. War zweikampfstark. War Leader einer soliden Mannschaft. Hielt sich aber in der Offensive zu stark zurück.
Marvin Spielmann: Note 4 Kam in der 19. Minute für Lüscher und hatte die zwei besten Chancen. Einmal verzog er, einmal agierte er zu zögerlich. Der 19-Jährige hat zweifellos Qualitäten. Doch diese liegen (noch) nicht im Abschluss. Aber er ist schnell und trickreich.
Michael Perrier: Note 4,5 Er läuft und läuft und läuft und läuft wahrscheinlich sogar von Wil nach Aarau zurück, wenn es der Trainer so will. Aber er hat auch gute spielerische Ansätze. Muss aber in der Angriffsauslösung noch mehr Risiken eingehen.
Ridge Mobulu: Note 4 Er wurde in der 65. Minute für Luca Radice eingewechselt. Ein ähnlicher Typ wie Spielmann. Würde er so viele Tore schiessen wie er Dribblings gewinnt, hätte der FC Aarau kein Stürmerproblem.
Luca Radice: Note 3 Einer der wenigen, der in der letzten Saison auf Super-League-Niveau gespielt hat. Deshalb musste man seinen Abgang befürchten. Doch in den bisherigen zwei Saisonspielen enttäuschte Radice. Wo ist sein Punch? Wo ist seine Torgefahr? Wo ist seine Spielfreude?
Carlinhos: Note 3,5 Ein Künstler am Ball mit Wasserverdrängung. Aber auch Künstler müssen laufen, um sich zu entfalten. Weil er aber noch nicht so richtig laufen mag, wurde er in der zweiten Halbzeit zum Statisten. Wenn er aber mal laufen mag, kann er die grosse Attraktion der Challenge League werden.
Sven Lüscher: ohne Note Aus Mangel an Alternativen musste der Mittelfeldspieler im Sturm ran. Schied nach nur 15 Minuten mit einer starken Prellung am Oberkiefer aus. Zu kurz im Einsatz für eine Benotung.
Christopher Teichmann: ohne Note Ersetzte in der 83. Minute Kim Jaggy. Zu kurz im Einsatz für eine Benotung.

Ulisse Pelloni: Note 5 Die 14. Minute. Der starke Wiler Mittelfeldspieler Söylemezgiller lanciert Audino, dieser passt quar auf Mert Nobre, der den Ball eigentlich nur noch einzuschieben braucht. Doch der Captain des FC Wil traut seinen Augen nicht. Aarau-Keeper Pelloni taucht wie aus dem Nichts auf und rettet mirakulös.

Chris Iseli

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