Schweizer Cup

FC-Aarau-Goalie Pelloni: «Feuerzeug und Münzen flogen an mir vorbei»

Aarau Goali Ulisse Pelloni wirft sich in den Lauf von Luzerns Dario Lezcano.

Aarau Goali Ulisse Pelloni wirft sich in den Lauf von Luzerns Dario Lezcano.

Aaraus Cup-Torhüter Ulisse Pelloni wurde beim 2:1-Sieg gegen Luzern mit Gegenständen beworfen. Er nahm es gelassen, so weit es ging. Für die Nummer 2 ist es das Ziel, bis Ende seines Vertrages 2017 Stammgoalie zu werden.

Ulisse Pelloni, rauchen Sie?

Ulisse Pelloni: Nein. Warum?

Offenbar sollen Sie von einem Fan des FC Luzern mit einem Feuerzeug beworfen worden sein.

Das stimmt. Der Ärger der Luzerner Fans wurde gegen Ende des Spiels immer grösser. Als Torhüter war ich der Aarauer Spieler, der nahe bei der Fankurve stand. Es ist klar, dass mich die Anhänger als Opfer aussuchten und mit Schimpfworten eindeckten. Am Anfang war das Ganze harmlos. Gegen Ende des Spiels wurde es allerdings immer turbulenter. Plötzlich flogen ein rotes Feuerzeug und kleine Münzen in meine Richtung.

Wurden Sie getroffen?

Nein. Aber es war knapp. Die Gegenstände flogen ungefähr einen oder zwei Meter an mir vorbei. Ich blieb ruhig und habe das Feuerzeug und die Münzen dem Schiedsrichter gegeben. Damit war die Sache für mich erledigt.

Sie wurden also von keinem Gegenstand getroffen. Warum haben Sie aus der Nase geblutet?

Das hatte nichts mit den Luzerner Fans zu tun. Nach einer Flanke prallte ich mit einem Spieler zusammen. Ich spürte einen heftigen Schlag an meiner Nase und hatte Nasenbluten. Nach dreissig Sekunden stand ich wieder auf. Und alles war okay.

Wie haben Sie das Spiel erlebt?

Für mich war es schwierig. Die Startphase verlief unglücklich, weil der erste Schuss der Luzerner gleich im Tor landete. Danach lief es besser. Ich konnte mich mehrere Male auszeichnen. Im Laufe des Spiels verflog die Nervosität.

Wie haben Sie die hektische Schlussphase erlebt?

Ich versuchte, meine Konzentration bis zum Schlusspfiff hoch zu halten. Weil ich körperlich und mental voll gefordert wurde, war das nicht einfach. Der FC Luzern gab gegen Ende des Spiels nochmals Vollgas. Das 2:2 lag mehrmals in der Luft. Trotzdem blieb ich ruhig. Natürlich hatte ich auch ein wenig Glück. Der Schlusspfiff war für mich wie eine  Befreiung.

Welchen Gegner wünschen Sie sich für die Cup-Viertelfinals?

Der Gegner ist egal. Aber ich möchte endlich einmal im Brügglifeld spielen. Im Cup war ich bis jetzt in Taverne, in Chiasso und in Luzern im Einsatz.

Sie sind beim FC Aarau hinter Joël Mall nur Torhüter Nummer zwei: Wie gehen Sie mit dieser Rolle um?

Das ist kein Problem. Ich wusste ja schon  vor der Saison, dass Joël Mall die Nummer eins ist. Und zuletzt hat Joël immer gut gespielt. Meine Hoffnung ist, dass ich im Cup weiter mit dabei bin.

Sie spielten zuletzt zwei Jahre für Locarno in der Challenge League. Nun sind Sie beim FC Aarau: Wo ist der Unterschied?

Die Super League ist eine ganz andere Herausforderung. Das Niveau in der höchsten Spielklasse ist höher. Die Qualität der Spieler ist besser.

Wie lange dauert Ihr Vertrag beim FC Aarau?

Bis 2017. In dieser Zeit ist es mein Ziel, die Nummer eins zu werden. 

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