Frauenfussball

Fabienne Humm: «Wir sind sehr zufrieden mit unserer Ausbeute»

Fabienne Humm (l.) feiert einen Treffer im Nati-Dress mit Teamkollegin Martina Moser

Fabienne Humm (l.) feiert einen Treffer im Nati-Dress mit Teamkollegin Martina Moser

Zwei Spiele, sechs Punkte. Stürmerin Fabienne Humm bleibt mit der Schweizer Nationalmannschaft nach dem 4:0-Heimsieg über Georgien in der EM-Qualifikation ohne Makel. Die Aargauerin steurte am Dienstagabend einen Treffer zum Sieg bei.

Zwei Spiele, sechs Punkte, 7:0 Tore. Der Start der Schweizer Frauenfussball-Nationalmannschaft in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2017 in Holland ist geglückt. Das sieht auch Nati-Stürmerin Fabienne Humm so: «Wir sind sehr zufrieden mit unserer Ausbeute», sagt die 28-jährige Aargauerin in Diensten des FC Zürich.

Nach dem souveränen 3:0-Sieg im Auswärtsspiel vom Samstag, 24. Oktober, gegen Italien, überzeugten die Schweizerinnen auch drei Tage später beim 4:0-Heimsieg gegen Georgien in Biel. Humm steuerte dazu in der 74. Minute den letzten Treffer bei. «Es war ein schwieriges Spiel. Die Georgierinnen standen tief und waren hartnäckig.» Dementsprechend verlief auch die Partie. Die Schweizerinnen verbrachten den grössten Teil der Partie im Angriff, sündigten im Abschluss aber auch bei besten Gelegenheiten. Auch Humm hätte mehr als einen Treffer erzielen können. «Wichtig ist schlussendlich, dass wir gewonnen haben», sagt sie.

Keine Pflichtaufgabe

Obwohl der Gegner klarer Aussenseiter war, empfand Humm die Partie nicht als lästige Pflichtaufgabe. «Wir haben uns sehr auf unser erstes Heimspiel in der EM-Qualifikation gefreut. Es waren viele Zuschauer da und wir wollten ihnen etwas bieten. Ich denke man kann uns keinen Vorwurf machen, wir haben alles versucht.»

Weil Humm eine der wenigen Spielerinnen im Team von Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg ist, die bei einem Klub in der Schweiz spielen und nicht im Ausland, kommt den Partien im Nati-Dress sowieso immer eine besondere Bedeutung zu. «Jedes Spiel ist für mich wichtig, aber natürlich haben solche Spiele auf internationalem Niveau für mich einen speziellen Stellenwert», sagt sie nach dem Sieg über Georgien.

Neben der Nati bleiben ihr für Werbung auf internationalem Parkett nur Champions-League-Spiele mit dem FCZ, doch in dieser Saison sind die Zürcherinnen bereits ausgeschieden. «Jetzt bleibt mir nur noch diese Möglichkeit, international für Aufsehen zu sorgen.»

«Hummbelievable»

In 42 Einsätzen für die Nationalmannschaft hat die 28-Jährige bisher 14 Mal getroffen. Drei ihrer Nati-Tore trugen ihren Namen im vergangenen Sommer auf einen Schlag um die ganze Welt: Beim 10:1-Kantersieg an der Weltmeisterschaft in Kanada gegen Ecuador erzielte Humm einen lupenreinen Hattrick.

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Und nicht nur das: Mit ihren drei Treffern zwischen der 47. und der 52. Minute inntert exakt 274 Sekunden sicherte sich Humm einen Eintrag in den Geschichtsbüchern des Frauenfussballs. Es war der schnellste Hattrick der Geschichte.

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