FC Basel

Fabian Frei: «Es gab schon einige gwundrige Gesichter»

Der Basler Fabian Schaer, links, und der St. Galler Dejan Janjatovic, Mitte, kaempfen um den Ball, im Fussballspiel der Super League zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Basel, am Sonntag, 7. April 2013, in der St.Galler AFG Arena. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Fabian Schaer

Der Basler Fabian Schaer, links, und der St. Galler Dejan Janjatovic, Mitte, kaempfen um den Ball, im Fussballspiel der Super League zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Basel, am Sonntag, 7. April 2013, in der St.Galler AFG Arena. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Ohne an den brillanten Tottenham-Auftritt anknüpfen zu können, kam der FC Basel beim heimstarken FC St. Gallen zu einem 1:1-Remis und bleibt weiterhin Tabellenführer.

Für Fabian Frei sind Partien in St. Gallen stets auch eine kurze Rückkehr in seine Ostschweizer Heimat; zudem trug der ehemalige Nachwuchs-Internationale während zweier Jahre, vom FCB ausgeliehen, das „Espen"-Trikot. „Es war der erwartet schwere Match gegen einen heimstarken Gegner, der vom Publikum getragen wird und uns alles abforderte", so Frei. Dieser wollte allerdings nicht gelten lassen, dass die Platzherren den Sieg verdient hätten. „Nein, wir hatten sich mehr Spielanteile und Ballbesitz. Sicher, offensiv konnten wir wenig Akzente setzen; aber ich denke, dass das Unentschieden gerecht ist. Manchmal muss man auch mit einem Punkt zufrieden sein", so der Assistgeber zum Basler Ausgleich.

Fabian Frei verhehlte nicht, dass es beim morgendlichen Spaziergang vor dem Anpfiff wegen der Nomination von nominell fünf zentralen Mittelfeldspielern bei einem oder anderen Akteur durchaus „ein gwundriges Gesicht gegeben hat. Aber unser Trainer ist stets für Überraschungen gut. Andererseits darf man von jedem Spieler erwarten, dass er auf mehreren Positionen spielen kann und flexibel seine Aufgabe löst", so der Frauenfelder.

Zufriedener Klubpräsident

Etwas überraschend stand Gilles Yapi in der Anfangsformation. Der Mann von der Côte D'Ivoire agierte im linken Mittelfeld, was mit Sicherheit nicht seine Stammposition ist. „Der FC Basel kommt vor Gilles Yapi; wichtig war, dass ich wieder zum Einsatz gekommen bin und der Mannschaft helfen konnte, auf einem sehr holprigen Terrain zu bestehen. Natürlich agiere ich lieber auf einer zentralen Position; aber ich werde, egal welchen Part ich innehabe, immer mein Bestes geben und so das Vertrauen des Trainers rechtfertigen", erklärte der Schwarzafrikaner. Weiteren, teils penetranten Fragen zu seiner persönlichen Situation, wich Yapi gekonnt aus und beliess es bei diplomatischen Aussagen.

Ebenfalls zufrieden mit dem Punktegewinn war Klubpräsident Bernhard Heusler. „Schade, dass der Boden kein besseres Spiel zulief. Allerdings wird die AFG Arena ja auch durch den FC Wil beansprucht, dies muss man berücksichtigen. Doch sonst war der Match eine gute Werbung für den Schweizer Fussball. Und es hat sich bestätigt, dass es kein Zufall ist, dass St. Gallen und auch GC diese Spitzenränge innehaben", so Heusler, der nun mit gesunder (An-)Spannung und grosser Vorfreude dem Rückspiel gegen Tottenham entgegen blickt.

Einen generösen Auftritt hatte auch Teamcaptain Marco Streller. „Es war die erwartet schwere Aufgabe, gegen diesen aggressiven, bissigen Rivalen zu bestehen. Aber wir wussten ja, wie heimstark St. Gallen ist. Für mich war es nicht einfach, denn ich erhielt wenig brauchbare Bälle und war primär mit Pressing beschäftigt", so Streller. Dass er keine 100 Sekunden nach der St. Galler Führung aber den Ausgleich erzielte und damit die aufkommende Ostschweizer Euphorie abrupt zum Schweigen brachte, spricht für die Klasse von Streller und des FC Basel.

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