Fussball-Legende
Ex-Nati-Trainer Köbi Kuhn ist im Alter von 76 Jahren verstorben

Jakob "Köbi" Kuhn war einer der grössten im Schweizer Fussball. Am Dienstag ist der frühere Trainer der Schweizer Nationalmannschaft nach langer Krankheit im Alter von 76 Jahren verstorben.

Stefan Wyss
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Die Schweiz trauert um Jakob "Köbi" Kuhn. Bild: 2004 in Freienbach (Bild: STEFFEN SCHMIDT)
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Der frühere Nationaltrainer ist am Dienstag nach langwieriger schwerer Krankheit verstorben. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller, Ilanz, 26. Mai 2016)
Köbi Kuhn wurde 76 Jahre alt. (Bild: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)
Der frühere Trainer der Schweizer Nationalmannschaft (im Bild 2002) ist am Dienstagnachmittag im Spital Zollikerberg nach einer langwierigen schweren Krankheit gestorben. (Bild: ANDREAS MEIER)
Unter Kuhn (hier an der Heim-EM 2008) qualifizierte sich die Nati für die EM-Endrunde 2004 und die WM-Endrunde 2006. (Bild: EDDY RISCH)
Unter Trainer Köbi Kuhn (2001-2008) gelangen der Schweizer Nationalmannschaft dreizehn Siege in Serie. (Bild: Keystone)
2008: Nationaltrainer Köbi Kuhn geniesst während der EM in der Schweiz das Bad in der Menge. (Bild: LAURENT GILLIERON)
Von den Fans bekam Kuhn den Spitznamen «Köbi National», hier nach der WM 2006 am Flughafen Zürich. (Bild: EDDY RISCH)
2001: Köbi Kuhn als Coach der U21-Nationalmannschaft. (Bild: Rolf Jenni)
2019: «Ich stand unter Schock» – Köbi Kuhn berichtete in seiner Autobiografie von sexuellem Missbrauch als Kind. (Bild: KEYSTONE/EQ IMAGES/VALERIANO DI DOMENICO)
Der Jugendliche Köbi Kuhn auf der Fritschiwiese in Zürich-Wiedikon: (Bild: FCZ Museum)
1964: Jakob «Köbi» Kuhn in seinen jungen Jahren. (Bild: STR)
1966: FCZ-Spieler Köbi Kuhn im Derby gegen GC. (Bild: Matthias Scharrer)
1966: Köbi Kuhn als Cup-Sieger mit dem FCZ. (Bild: FCZ Museum)
1968: Köbi Kuhn mit Pelé im Letzigrund: (Bild: FCZ Museum)
1968: Köbi Kuhn jongliert im Letzigrund. (Bild: STR)
1969: Köbi Kuhn als Spieler des FC Zürich. (Bild: STR)
1972: Köbi Kuhn im Letzigrund. (Bild: Sportmuseum Schweiz): (Bild: Sportmuseum Schweiz)
1973: Im Berner Wnakdorfstadion schlägt Köbi Kuhn mit dem FC Zürich den FC Basel und wird Cup-Sieger. (Bild: STR)
Köbi Kuhn nach dem Cupsieg mit dem FC Zürich am 23. April 1973. (Bild: Keystone)
1975: FCZ-Präsident Edi Nägeli und Captain Köbi Kuhn mit dem Meisterpokal im Letzigrund. (Bild: STR)
1977: Köbi Kuhn wurde mit dem FCZ sechs Mal Schweizer Meister (1963, 1966, 1968, 1974, 1975, 1976). (Bild: STR)
1978: Nach der Partie gegen den AC Milan verabschiedet FCZ-Präsident Edi Nägeli Köbi Kuhn nach seinem letzten Karrierespiel als Aktiver Fussballer. (Bild: STR)
1978: FCZ-Präsident Edi Naegeli (l.) verabschiedet Köbi Kuhn nach dem Spiel gegen AC Milan. (Bild: Photopress-Archiv)
1983: Köbi Kuhn als Trainer des FC Zürich – seiner einzigen Trainer-Position im Club-Fussball. (Bild: foto-net)
2002: Köbi Kuhn Trainierte von 2001 bis 2008 die Schweizer A-Nationalmannschaft. Davor war er von 1995 bis 2001 Coach der U21-Nati. (Bild: FRANCO GRECO)
2003: Nati-Caoch Kuhn im Basler Joggeli. (Bild: EDDY RISCH)
2005: An den Sports Awards wird Köbi Kuhn zum Trainer des Jahres gekürt. (Bild: LUKAS LEHMANN)
2007: Köbi Kuhn gewinnt den Swiss Award und wird Schweizer des Jahres 2006. (Bild: WALTER BIERI)

Die Schweiz trauert um Jakob "Köbi" Kuhn. Bild: 2004 in Freienbach (Bild: STEFFEN SCHMIDT)

Die Schweizer Fussballwelt trauert: «Köbi National» ist tot. Am Dienstag, 26. November, kurz vor 15.00 Uhr erlag Jakob "Köbi" Kuhn den Folgen einer langwierigen schweren Erkrankung. Dies bestätigte das Spital Zollikerberg am Dienstagabend gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Der Schweizer Fussball verliert damit eine prägende Figur. Im Jahr 2011 ist beim Zürcher eine chronisch lymphatische Leukämie diagnostiziert worden. Ende Oktober wurde bekannt, dass Kuhn geschwächt von einer Lungenentzündung auf die Intensivstation des Zürcher Triemlispital verlegt wurde. Nun hat "Köbi National" den Kampf gegen den Krebs verloren.

Köbi war Nationalgut und Vaterfigur

Als Spieler (1960 bis 1977) war Jakob Kuhn berühmt und vielleicht der beste Schweizer seiner Zeit. Als Nationaltrainer (2001 bis 2008) war er populär. Im Volk war er durch alle Generationen und Schichten hindurch einfach "Köbi". Als Konsequenz davon wurde Kuhn zum "Schweizer des Jahres 2006" gewählt. Das war ein halbes Jahr nach der WM in Deutschland, welche im Land eine vorher und nachher nie dagewesene Fussball-Euphorie entfacht hatte.

Und das war vielleicht die grösste Leistung von Kuhn in seinem Fussball-Leben. Er, das "Sinnbild des Schweizers", wie die SonntagsZeitung 2008 am Tag von Kuhns letztem Spiel als Nationalcoach titelte, weil er "am Samstagmorgen in der Migros posten geht", hatte den Fussball (oder zumindest das Nationalteam) schweizweit salonfähig gemacht.

Unter Kuhn nahm die Schweiz an drei Endrunden in Folge teil. Kein anderer Nationalcoach hat das geschafft. Als er die SFV-Auswahl im Sommer 2001 übernahm, war sie im FIFA-Ranking auf Platz 65 klassiert. Fünf Jahre später, nach der WM 2006, stand die Schweiz an der Schwelle zu den Top Ten (13.).

«Merci, Köbi»

Als er 2008 abtrat, hatte er die Fussball-Nationalmannschaft in 73 Spielen betreut. Nach dem 2. Weltkrieg war keiner länger im Amt als er. Und auch wenn seine Karriere als Nationaltrainer an der Heim-EM mit einer grossen Enttäuschung und dem vorzeitigen Ausscheiden in den Gruppenspielen endete, wurde er von Spielern und Fans nochmals gefeiert: Ein "Merci, Köbi"-Banner machte im St.-Jakob-Park die Runde.

Freundlich, ruhig, empathisch und verständnisvoll. So kannte die Schweiz den Köbi. Die Spieler gingen für ihn durchs Feuer, weil er authentisch war und weil er die Dynamiken innerhalb der Mannschaft spürte wie kaum einer sonst.

Doch ganz so unproblematisch war Kuhns Auftreten nicht immer. Wäre es das gewesen, wären seine Erfolge als Spieler und Nationaltrainer wohl nicht möglich gewesen. "Ich war als Spieler kein Aussenseiter, aber auch kein Angepasster. Ich war für die Trainer kein Einfacher", sagte er vor einigen Jahren über sich selber.

Und als Trainer war er trotz allem manchmal auch für seine Spieler kein Einfacher. Zu Beginn seiner Amtszeit als Nationalcoach bootete er den Captain Ciriaco Sforza aus. Vor seinem letzten Jahr als Trainer wiederholte er diese Aktion: 15 Monate vor der Heim-EM strich er Captain Johann Vogel aus dem Aufgebot. In beiden Fällen ging Kuhn kompromisslos vor. Er war auch nicht bemüht um einwandfreie Kommunikation. Sforza erfuhr es aus den Medien, Vogel zumindest von Kuhn persönlich - aber am Telefon.

«Golden Boy» und «Bad Guy»

Über den Fussballer Kuhn gibt es Anekdoten, wie er Gegenspieler provozierte und beleidigte, wie er im Training gegen Mitspieler austeilte und wie er an Trainern herumnörgelte. Der "Golden Boy im Nationaldress" (National-Zeitung) war auf dem Rasen oft ein "Bad Guy". So war seine Länderspiel-Karriere zwar lange (14 Jahre, 63 Spiele) und erfolgreich (WM-Teilnahme 1966), doch sie war auch geprägt von Brüchen, weil er vom SFV zweimal wegen dubioser und nie restlos aufgeklärter Ausgangsaffären suspendiert wurde.

Nach der "Nacht von Oslo", nach der er zusammen mit Teamkollege Joko Pfister wohl fälschlicherweise nächtlicher Eskapaden ausserhalb des Hotels beschuldigt wurde, spielte Kuhn nie mehr für die Schweiz. Wäre das Nationalteam eine Armee, Kuhn wäre unehrenhaft entlassen worden. Er selbst sagte 1976 gegenüber dem "Blick": "In diesem Amateurverband ist es viel wichtiger, dass es mit den Funktionären stimmt."

Rund ein Jahr nach dem Ende im Nationalteam beschloss Kuhn auch seine Karriere im Klub. Während 17 Jahren hatte er für seinen Stadtklub gespielt, seinen FC Zürich. Es waren goldene Jahre für den FCZ. Kuhn führte den Verein zu sechs Meistertiteln, fünf Cupsiegen und zweimal in die Halbfinals des Meistercups. Es war die Zeit der grossen Rivalität zwischen dem FCZ und dem FC Basel. Die Duelle der grossen Spielmacher Kuhn und Karl Odermatt. Besseres hatte der Schweizer Klubfussball weder vorher noch nachher zu bieten.

Kuhn prägte diese Zeit, in der sich der Fussball auch in der Schweiz - zumindest an der Spitze - professionalisierte. Er wurde allerdings erst zum Ende seiner Karriere Profi. Noch 1973 arbeitete er als Versicherungsberater und -Verkäufer in einer Agentur in Zürich-Altstetten. "Das bedeutet: Kuhn steht so zeitig auf wie die Mehrheit seines Publikums, frühstückt, ist nach acht im Büro, (...), am frühen Abend, nach 16 Uhr, fährt er zum Training", schrieb der "Sport" damals. Dem verpassten Reichtum weinte Kuhn nicht nach: "Ich war zu meiner Zeit als Profi ein Grossverdiener und gehörte zum engen Kreis der Höchstbezahlten, die maximal 80'000 Franken pro Jahr verdienen durften", sagte er einmal gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Probleme mit dem Geld bekam Kuhn erst nach seiner Karriere. Die Geschäfte als Versicherungsagent liefen in den Achtzigerjahren nach anfänglicher Verselbständigung und Expansion schlechter. 1987 wurde über Kuhn der Konkurs eröffnet. Er hatte bei der Versicherung und bei Banken eine Million Franken Schulden. Einem Journalisten vertraut er später an: "Was jetzt kommt, das ist mein letztes Spiel und zugleich mein erstes Spiel, das ich nicht gewinnen will. Ich will es bloss ruhig nach Hause schaukeln."

Doch es kommt noch einmal alles anders: Kuhn schafft es nicht nur das Spiel über die Runden zu bringen, er rauscht rund anderthalb Jahrzehnte später zu einem Kantersieg. Totaler Fussball statt Catenaccio. Aus dem FCZ-Junioren- und SFV-Nachwuchs-Trainer wird im Juni 2001 über Nacht der Nationalcoach Köbi Kuhn. Und genau 20 Jahre nach dem Konkurs wird Köbi Kuhn "Schweizer des Jahres".

Das Leben von Köbi Kuhn in Zahlen

Jakob "Köbi" Kuhn. - Geboren am 12. Oktober 1943 in Zürich. - Gestorben am 26. November 2019 in Zollikerberg.

Wichtigste Stationen als Spieler: FC Zürich (1960 bis 1977).

Wichtigste Erfolge als Spieler: Sechsmal Schweizer Meister mit dem FC Zürich (1963, 1966, 1968, 1974, 1975, 1976), fünfmal Cupsieger mit dem FC Zürich (1966, 1970, 1972, 1973, 1976), zweimal Meistercup-Halbfinal mit dem FC Zürich (1964, 1977), WM-Teilnehmer mit der Schweiz (1966).

Wichtigste Stationen als Trainer: FC Zürich (NLA, ad interim/1984), Schweiz U21 (1995 bis 2001), Schweiz A-Nationalteam (2001 bis 2008/73 Spiele).

Wichtigste Erfolge als Trainer: Qualifikation für die EM-Endrunde 2004, Qualifikation für die WM-Endrunde 2006.

Persönliche Auszeichnungen: Schweizer des Jahres 2006.

Verstorbene Prominente 2019:

22. Dezember: Wenige Wochen nach dem Tod von Köbi Kuhn trauert die Fussball-Schweiz um eine weitere Fussball-Legende: Fritz Künzli.
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22. Dezember: Fussball-Legende stirbt im Alter von 73 Jahren.
30. Dezember: Der deutsche Schauspieler Jan Fedder stirbt im Alter von 64 Jahren in Hamburg.
Fedder ist vor allem bekannt aus der ARD-Serie "Großstadtrevier", in der er einen Hamburger Polizisten spielte.
13. Dezember: Der deutsche Schauspieler Gerd Baltus stirbt im Alter von 87 Jahren in Hamburg. Er wirkte in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, vor allem als Seriendarsteller war er gefragt.
9. Dezember: Marie Fredriksson, Sängerin der Band Roxette, starb an Krebs.
7. Dezember: Schauspieler Ron Leibman ist an einer Lungenentzündung 82-jährig gestorben.
26. November: Der frühere Nati-Trainer Köbi Kuhn ist nach langwieriger schwerer Krankheit 76-jährig gestorben.
11. Oktober: Der US-amerikanische Schauspieler Robert Forster ist an den Folgen eines Hirntumors gestorben.
02. Oktober: Der Schlagerstar Karel Gott erliegt seinem Krebsleiden. Er verstarb im Alter von 80 Jahren.
26. September: Der frühere französische Präsident Jacques Chirac ist tot. Er starb im Alter von 86 Jahren, wie sein Schwiegersohn Frédéric Salat-Baroux der Nachrichtenagentur AFP sagte. Chirac sei im Kreis seiner Angehörigen gestorben.
6. September: Der ehemalige Machthaber von Simbabwe, Robert Gabriel Mugabe, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Er amtete von 1987 bis 2017 als Präsident des afrikanischen Staats.
21. August: Die Schweizer Schauspielerin und Sängerin Ines Torelli ist in ihrer Wahlheimat Kanada im Alter von 88 Jahren gestorben. Als Schauspielerin war sie für ihre Rolle in "Die kleine Niederdorfoper" und als Sängerin für "Gigi vo Arosa" bekannt.
5. August: Die amerikanische Autorin Toni Morrison ist mit 88 Jahren gestorben. 1993 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.
22. Juli: Art Neville, Bandleader der Neville Brothers und The Meters, starb in New Orleans 81-jährig. Er war ein Wegbereiter des Funk.
22. Juli: Die Schriftstellerin und Trägerin des Büchnerpreises Brigitte Kronauer ist nach schwerer Krankheit am Montagvormittag gestorben.
Nacht vom 18. auf 19. Juli: Enrico Scacchia, in den Achtzigerjahren der schillerndste Schweizer Profiboxer, verstirbt nach Angaben seiner Familie in Bern nach langjähriger Krankheit im Alter von erst 56 Jahren. Der frühere Top-Boxer litt bereits seit eineinhalb Jahrzehnten an Leukämie und Lymphdrüsenkrebs.
9. Juli: Ross Perot, einstiger Präsidentschaftskandidat in den USA, ist 89-jährig gestorben.
2. Juli: Trauer um Costa Cordalis. Der Schlagerstar verstarb im Alter von 75 Jahren. Berühmt wurde der Deutsche mit griechischen Wurzeln mit seinem Schlagerhit «Anita» im Jahre 1976.
27. Juni: In Europa war er vor allem als Vater Willie Tanner in der US-Serie «Alf» bekannt - im Alter von 75 Jahren ist der US-Schauspieler Max Wright verstorben.
17. Juni: Ägyptens früherer Präsident Mohammed Mursi brach im Alter von 67 Jahren bei einer Gerichtsanhörung zusammen und verstarb später im Spital. Als erster frei gewählter Präsident Ägyptens kam er 2012 an die Macht. Nach Massenprotesten stürzte ihn das Militär im Juli 2013. Seitdem sass er im Gefängnis. Mursi gehörte den islamistischen Muslimbrüdern an, die heute in Ägypten verboten sind.
6. Juni: Blues-Musiker Dr. John starb mit 77 Jahren an einem Herzinfarkt.
20. Mai: Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist im Alter von 70 Jahren in Zürich verstorben. Der Österreicher war Sport-Legende, Unternehmer und Sturkopf.
Zur Formel-1-Legende wurde Lauda mit diesem Unfall am Nürburgring am 1. August 1976 (...)
(...) Lauda wurde durch Verbrennung entstellt und lag vier Tage im Koma. Am GP von Italien – 42 Tage nach seinem Horror-Unfall – feierte er sein Comeback. Das Bild zeigt ihn an der Pressekonferenz an jenem GP.
19. Mai: Der frühere Churer Bischof Amédée Grab ist verstorben. Grab verschied im Alter von 89 Jahren in Roveredo im südbündnerischen Misox. Er war im Februar 2007 nach achteinhalb Jahren als Oberhirte der Diözese Chur altershalber aus dem Bischofsamt ausgeschieden.
13. Mai: Hollywood-Legende Doris Day verstirbt im Alter von 97 Jahren. Die Sängerin und Schauspielerin wurde in den 50er-Jahren berühmt.
Doris Day war in den 60er-Jahren der grösste Film- und Musikstar in Hollywood. Unvergesslich bleibt, wie sie im Hitchcock-Klassiker «Der Mann, der zu viel wusste» (1956) das Lied «Que Sera Sera» sang.
21. April 2019: Die deutsche Schauspielerin Hannelore Elsner stirbt im Alter von 76 Jahren. Die Charakterdarstellerin galt als eine der grossen Diven des deutschen Nachkriegsfilms. Sie wirkte in mehr als 200 Fernseh- und Kinofilmen mit.
Im Fernsehen war Elsner in der ARD-Serie «Die Kommissarin» (1994-2006) sehr erfolgreich. Zu ihren Erfolgen im Kino gehörte «Die Unberührbare» (2000).
25. April: Michael Wolf: Der preisgekrönte deutsche Fotograf Michael Wolf ist 64-jährig verstorben. Der in München geborene und in den USA und Kanada aufgewachsene Wolf ist bekannt für seine Bilder der grössten Metropolen der Welt, insbesondere Hongkong, wo er seit 1994 lebte.
20. April: Karl Grob, einer der grossen Schweizer Goalies der Siebzigerjahre, starb mit 72 Jahren nach einem Organversagen im Triemlispital Zürich.
Karl Grob spielte von 1967 bis 1987 für den FC Zürich. Mit 513 Spielen ist Grob der Rekordspieler in der Geschichte des FCZ. Er gewann mit dem FCZ fünfmal den Meistertitel und feierte vier Cupsiege.
2. April: Franz Weber: Der Natur-, Tier-, Landschafts- und Kulturgutschützer Franz Weber starb im Alter von 91 Jahren. Weber gilt als Vater der Zweitwohnungsinitiative.
31. März: Nipsey Hussle: Der Grammy-nominierte US-Rapper Nipsey Hussle (33) ist in Los Angeles erschossen worden. Der Rapper war lange Zeit wenig bekannt. Hip-Hop-Mogul Jay-Z kaufte ihm dann 100 seiner Mixtapes für jeweils 100 Dollar ab. Hussles erstes Album «Victory Lap» war im Februar für einen Grammy als bestes Rap-Album nominiert.
30. März, Tania Mallet: Sie spielte im James-Bond-Film "Goldfinger" die Geliebte des Geheimagenten. Sie starb im Alter von 77 Jahren. Sie war eines der angesagtesten Modells der frühen 1960er-Jahre.
Tania Mallet in "Goldfinger". Es war ihre einzige Filmrolle.
18. März 2019: Mit Marcel Meili (rechts) verliert die Schweizer Architekturszene einen ihrer prägendsten Vertreter. Laut der Zeitschrift "Hochparterre" erlag der 1953 in Küsnacht im Kanton Zürich geborene Architekt einem Krebsleiden.
7. März 2019: Hal Blaine, legendärer Schlagzeuger bei Dutzenden Hits von Frank Sinatra, Elvis Presley, den Beach Boys und vielen anderen ist bereits am Donnerstag im Alter von 90 Jahren gestorben.
4. März: Keith Flint: Der Frontmann und Sänger der englischen Band «The Prodigy» schied freiwillig aus dem Leben. Er verstarb im Alter von 49 Jahren. Als Sänger der Elektro-Rockgruppe wurde der exaltierte Flint in den 1990er-Jahren weltbekannt. Flint war neben seiner exzentrischen Erscheinung auch für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannt.
Luke, Perry, 4. März: Der US-Schauspieler Luke Perry wurde bekannt durch die TV-Serie "Beverly Hills, 90210". Am 4. März verstarb er in einem Spital in Kalifornien an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben. Der zweifache Vater wurde 52 Jahre alt. Zuletzt spielte Perry in der Serie "Riverdale" mit, die auf Netflix läuft.
Dieter Behring, 4. März 2019: Der wegen Betrugs verurteilte Finanzjongleur Dieter Behring ist nach schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren gestorben. Der Basler Financier sollte eine mehrjährige Freiheitsstrafe verbüssen.
André Previn, 27. Februar 2019: Der deutsch-amerikanische Pianist, Komponist und Dirigent André Previn ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Ausnahmemusiker starb in seinem Zuhause im New Yorker Stadtteil Manhattan.
Monica Gubser, 27. Februar 2019: Monica Gubser hat im reiferen Alter als Schauspielerin Berühmtheit erlangt ( «Die Herbstzeitlosen», «Die letzte Pointe», «Lüthi & Blanc»). Nun ist sie 88-jährig überraschend gestorben.
Mark Hollis, 25. Feburar 2019: Mit seiner 80er-Jahre-Band Talk Talk war Mark Hollis auf dem Weg zum Weltstar. Dann schwenkte er um zu einer für viele Fans rätselhaften Musik jenseits von Pop und Rock. Gut 20 Jahre nach seinem Verstummen ist Hollis mit 64 gestorben - hoch verehrt als Avantgardist.
Uriella, 24. Februar 2019: Erika Hedwig Bertschinger-Eicke, bekannt als Fiat-Lux-Sektenführerin Uriella, ist fünf Tage nach ihrem 90. Geburtstag in Ibach im Schwarzwald, wo sie die letzten zehn Jahre zurückgezogen lebte, gestorben.
Karl Lagerfeld, 19. Februar 2019: Der deutsche Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist mit 85 Jahren gestorben.
Schwarze Sonnenbrille, weisser Mozartzopf, steifer Vatermörderkragen und Ringe an jedem Finger: So kannte Lagerfeld die ganze Welt. Seinen fast schon maskenhaften Stil hat er zu seinem Markenzeichen gemacht.
Legendär waren Lagerfelds Aussprüche. Über seine Haut sagte er: "Ich gehe nicht mehr in die Sonne. Schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Ich will nicht aussehen wie eine alte Schildkröte."
Bruno Ganz, 16. Februar: Der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Er erlag einem Krebsleiden.
Bruno Ganz galt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schauspieler der Gegenwart. Er verstarb in seinem Zuhause in Zürich.
Bruno Ganz als Adolf Hitler im Film "Der Untergang". Für diese Interpretation erhielt er zahlreiche Lorbeeren.
Er spielte auch diese Rolle grossartig: Bruno Ganz in «Heidi» als Alpöhi mit Heidi und dem Geissenpete.
Tomi Ungerer, 9. Februar: Der französische Zeichner und Karikaturist Tomi Ungerer ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der vor allem für seine Kinderbücher bekannte Elsässer starb in Irland im Haus seiner Tochter.
Albert Finney, 8. Februar: Der mehrfach für einen Oscar nominierte Schauspieler Albert Finney ("Erin Brockovich") ist nach kurzer Krankheit gestorben. Der Brite wurde 82-jährig.
Rolf Ammann, 7. Februar: Der Aargauer «Schuhkönig» Rolf Ammann aus Oberentfelden verstarb in den Bündner Bergen. Sein Unternehmen Ammann & Co. machte sich unter seiner Ägide einen Namen mit Kampfstiefeln für die Armee und Sicherheitsschuhen für Uniformierte. Ammann-Schuhe gibt es noch heute, einfach produziert in Italien.
Rosamunde Pilcher, 7. Februar: Die britische Bestsellerautorin Rosamunde Pilcher ("Die Muschelsucher") ist nach einem Schlaganfall gestorben. Sie wurde 94 Jahre alt.
Rudi Assauer, 6. Februar: Der langjährige Schalke-Manager Rudi Assauer ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Der einst mächtige Manager der Königsblauen starb an Alzheimer.
Matti Nykänen, 3. Februar: Das Bild zeigt die Skispringen-Legende aus Finnland im Jahr 2012, von seinem turbulenten Leben gezeichnet.
Matti Nykänen gewinnt 1988 drei Mal Gold an den Olympischen Winterspielen.
Matti Nykänen im Februar 1984 als 20-Jähriger auf dem Weg zum Gewinn seiner ersten Olympia-Goldmedaille in Sarajevo.
James Ingram, 29. Januar: Er arbeitete mit Musikgrössen wie Ray Charles, Quincy Jones und Michael Jackson: US-Soulsänger, Songwriter und zweifache Grammy-Preisträger James Ingram ist tot. Schauspielerin und Sängerin Debbie Allen, eine langjährige Bekannte und Kollegin (im Bild), bestätigte Ingrams Tod am 29. Januar 2019. Ingram wurde 66 Jahre alt.
Michel Legrand, 25. Januar: Der mit drei Oscars ausgezeichnete französische Filmkomponist Michel Legrand starb im Alter von 86 Jahren in Paris. In seiner mehr als 50 Jahre währenden Karriere errang Legrand Weltruhm und arbeitete mit Stars wie Ray Charles, Frank Sinatra, Edith Piaf und Charles Trenet. Bekannt wurde er unter anderem durch die Filmmusik zu "Die Regenschirme von Cherbourg" und "Yentl".
Aniello Fontana, 20. Januar: Der FC Schaffhausen trauert um seinen Präsidenten. Der 71-Jährige hat den «schweren Kampf gegen seine Krankheit verloren und ist am Sonntagabend» verschieden, wie sein Verein mitteilte. Fontana kämpfte schon längere Zeit gegen eine schwere Tumorerkrankung. Wegen einer Thrombose wurde er ins Spital gebracht, wo er an einem Kreislaufversagen verstarb.
Pio Corradi, 1. Januar: Der Schweizer Kameramann Pio Corradi arbeitete mit zahlreichen renommierten Regisseuren zusammen und drehte mehr als 100 Spiel- und Dokumentarfilme. Corradi starb am Neujahrstag im Alter von 78 Jahren.

22. Dezember: Wenige Wochen nach dem Tod von Köbi Kuhn trauert die Fussball-Schweiz um eine weitere Fussball-Legende: Fritz Künzli.

KEYSTONE/AXA k_tk