Super League

Ex-Aarau-Trainer Saibene verlässt den FC St Gallen auf eigenen Wunsch

Ein nachdenklicher Jeff Saibene gibt seinen Rücktritt als Trainer des FC St.Gallen bekannt.

Ein nachdenklicher Jeff Saibene gibt seinen Rücktritt als Trainer des FC St.Gallen bekannt.

Jeff Saibene tritt als Trainer beim FC St Gallen zurück. Damit zieht er die Konsequenzen aus dem verpatzten Saisonstart (7 Punkte in 7 Spielen). Es ist nach Uli Forte (YB) und Urs Meier (FCZ) bereits der dritte Trainerwechsel in der Super League.

Der Verein hatte sich zuletzt immer, auch nach der 0:1 Niederlage gegen den FC Vaduz am Samstag, hinter den Luxemburger gestellt. Trotzdem hat Saibene den Verwaltungsrat gebeten, den noch bis 2017 gültigen Vertrag per sofort aufzulösen. Er sei zu der Entscheidung gekommen, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, neue Wege zu gehen und neue Impulse zu setzen.

Saibene hat sich am Dienstagvormittag persönlich von der Mannschaft verabschiedet und trat anschliessend vor die Presse. Interimsmässig übernimmt vorerst sein bisheriger Assistent Daniel Tarone. Die Klubführung will sich bei der Trainersuche Zeit lassen. Zeit die aufgrund der Länderspielpause durchaus vorhanden ist. Das nächste Pflichtspiel bestreitet der FC St. Gallen erst in elf Tagen beim Ligaprimus in Basel.

Als Spieler kam Saibene 1989 in die Schweiz zum FC Aarau. Er spielte zwei Mal drei Jahre für die Aargauer (1989-1993 und 1995-1998) und wurde 1993 Schweizermeister. Dazwischen war er zwei Spielzeiten bei den BSC Old Boys und anschliessend noch eine Saison beim FC Locarno aktiv, ehe er seine Spielerkarriere in Luxemburg ausklingen liess. In seiner Karriere kommt Saibene zudem auf 64 Länderspiele für Luxemburg.

Dienstältester Trainer

Seine Cheftrainerkarriere begann er in der Saison 2009/2010 wiederum beim FC Aarau, nachdem er zuvor in Thun und Aarau als Assistenztrainer fungiert hatte. Nach einem Katastrophenstart mit nur fünf Punkten aus den ersten zwölf Saisonspielen wurde er nach nur vier Monaten im Amt gefeuert. Im März 2011 kam Saibene als Nachfolger von Uli Forte zum damaligen Tabellenletzten nach St. Gallen. Den drohenden Abstieg konnte er jedoch nicht mehr abwenden. Es folgten die erfolgreichsten zwei Jahre von Saibene beim FC St. Gallen.

Dem souveränen Wiederaufstieg folgte eine äusserst erfolgreiche Saison mit Rang 3 und der Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League. In den letzten beiden Spielzeiten blieben die St. Galler dann aber hinter den Erwartungen zurück und beendeten die Saison auf den Plätzen sechs und sieben. In der aktuellen Saison liegen die Ostschweizer auf Platz sechs, haben allerdings nur zwei Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten FC Zürich.

Saibene war viereinhalb Jahre Cheftrainer beim FC St. Gallen und somit der dienstälteste Trainer der Super League. Er blickt auf eine schöne Zeit zurück und betont, dass man in gutem Einvernehmen auseinander geht. «Das ist», so Saibene, «ja heutzutage eine Seltenheit in diesem Business.»

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