Alexander Frei hat genug. Der Nationalmannschafts-Captain wird nächsten Sommer aus dem Team zurücktreten. Bevor er dies tut, verabschiedet sich der Stürmer bei seinem wahrscheinlich letzten Heimspiel gestern Abend mit einer Weltklase-Leistung gegen die Ukraine.

Der beste Skorer von Ottmar Hitzfeld fiel nicht nur durch seine beiden Tore auf, sondern gefiel auch mit seiner Einstellung. Frei kämpfte um jeden Zentimeter Platz,versuchte jeden verlorenen Ball zurückzuerobern und trieb die Mannschaft bei jeder Gelegenheit an.

Der Plan von Hitzfeld ging auf

Dies blieb auch Trainer Ottmar Hitzfeld nicht verborgen. «Er hat auf dem Spielfeld die richtige Antwort gegeben und die Fans haben ihn danach auch entsprechend gefeiert. Ich habe mir gewünscht, dass ich Frei auswechseln kann. Wenn wir im Rückstand gelegen wären, hätte ich das natürlich nicht getan. So konnten wir Alex Frei die Unterstützung geben, die er braucht, um Top-Leistungen zu bringen».

Auch für Frei selbst war die gestrige Partie emotional. «Es war sicher ein schöner Moment für mich, dass ich das letzte Heim-Länderspiel so abschliessen konnte. Auch vom Publikum her, ich habe mich immer schon wohl gefühlt hier, auch als ich vor Jahren bei Servette spielte. Aber alles geht einmal zu Ende».

Eine Frage der Zeit bis es einschlug

Nach der Partie machte Frei noch einmal klar, dass er nach seinem Rücktritt nicht befreiter aufspielen könne. Zur Erinnerung: Seit September 2009 hatte Frei nicht mehr für die Schweizer Nationalmannschaft getroffen. «Es wurde einfach Zeit, dass wieder einmal ein Freistoss rein geht».

Nun wird Alex Frei zusammen mit der Mannschaft die beiden Euro-Qualifikationspartien auswärts gegen Bulgarien und England bestreiten und sich danach auf seine Karriere beim FC Basel konzentrieren. (muv)