Christoph Spycher (Sportchef YB)

«Wir stehen dem Videobeweis grundsätzlich positiv gegenüber, sehen aber auch den Bedarf, dass die Liga viel Vorarbeit leisten muss, damit die Umsetzung dann auch gut klappt. Es darf nicht sein, dass der Videobeweis mehr Verwirrung als Klarheit bringt. Das war zuletzt in Deutschland der Fall.»

Roland Heri (Operativer Leiter FCB)

«Der FC Basel sieht neuen Technologien, die die Arbeit der Unparteiischen unterstützen und den Spielfluss so wenig wie möglich unterbrechen, grundsätzlich positiv entgegen. Diese – in diesem Fall der Videobeweis – brauchen jedoch klare Richtlinien, die keine Zweifel über deren Anwendung offen lassen.»

Stephan Anliker (Präsident GC)

«Der Videobeweis muss so schnell wie möglich eingeführt werden. In der heutigen Zeit mit den elektronischen Möglichkeiten muss es machbar sein, diese Kontrolle  einzusetzen. Damit kann der Verfälschung des Wettbewerbs durch Fehlentscheidungen entgegengesteuert werden.»

Ancillo Canepa (Präsident FCZ)

«Ich bin als Mitglied des SFL-Komitees im Evaluationsprozess involviert. Ich persönlich befürworte den Einsatz des VAR. Wichtig ist allerdings, dass der VAR klare Vorgaben für die Erfüllung seiner Aufgabe erhält.»

Markus Lüthi (Präsident FC Thun)

«Was ich sage, ist meine persönliche Meinung, nicht zwingend auch jene des Klubs. Es ist hier wie oft bei politischen Abstimmungen auch: Es gibt kein reines Ja oder Nein. Ich kann nicht von „voll dafür“  oder „voll dagegen“ sprechen. Ich denke, die Schiedsrichter müssen sagen, ob ihnen ein Hilfsmittel fehlt, um ein gutes Spiel abzuliefern. Und wenn sie das bejahen, dann muss man es machen.

Man muss einfach aufpassen, dass man nicht Dinge tut, welche die Kosten erhöhen und die sich de facto nur wohlhabende Organisationen leisten können. Fussball ist eine emotionale Geschichte. Die absolute Genauigkeit wird man auch mit Videobeweis nicht hinbringen. Die Frage ist: Wo ist die vernünftige Grenze, damit das Spiel ein Spiel bleibt, aber auch nicht mit einem groben Fehler das Spiel verfälscht?»

Christian Constantin (FC Sion)

«Der FC Sion und ich sind dafür, dass der VAR installiert wird. Die Weltmeisterschaft hat gezeigt, wie brauchbar er sein kann, wenn er richtig eingesetzt wird. Aber natürlich muss noch einiges verbessert werden. Vir allem braucht es klare Regeln, wann er zum Zuge kommt. Im Moment ist noch zu vieles im Graubereich.»

Remo Meyer (Sportkoordinator FC Luzern)

«Wie auch immer am Ende der Entscheid gefällt werden wird, wir als Verein werden diesen entsprechend mittragen. Wichtig ist das die Entscheidung mit den richtigen Grundlagen getroffen wird, um anschliessend keine Diskussion entstehen zu lassen. Dies wäre sicher nicht förderlich.»

Matthias Hüppi (Präsident FC St. Gallen)

«Jede Änderung, die den Fussball fairer macht, finde ich sinnvoll. An der WM hat der Videobeweis recht gut funktioniert, in Deutschland aber löst er immer wieder Polemiken aus. Führt man den Videobeweis in der Schweiz ein, muss er sofort funktionieren. Er muss Klarheit schaffen und darf keine Verwirrung stiften. Wenn er neue Diskussionen auslöst, bringt es nichts. Der Videoassistent entlastet den Schiedsrichter, der Ref auf dem Platz muss sich zu hundert Prozent auf ihn verlassen können.

Natürlich ist es ein ambitiöses Ziel, die Änderung schon auf die nächste Saison vorzusehen. Es braucht eine Testphase, es braucht die Technik, es braucht geschultes Personal. Ich glaube nicht, dass dem Fussball etwas genommen wird, wenn es nur noch eine Wahrheit gibt und man hinterher über strittige Situationen nicht mehr diskutieren kann. Als Direktinvolvierten regt es einen auf, wenn in der 94. Minute ein eigentlich reguläres Siegestor nicht anerkannt wird. Dann sieht man das Ganze nicht mehr gar so romantisch.»

Christian Binggeli (Präsident Xamax)

«Mir gefällt der Videobeweis. Wichtig ist, dass es nicht zu lange geht, bis ein Entscheid gefällt ist. Für die Kosten sollt es einen Fonds geben.»

Michele Campana (Generaldirektor FC Lugano)

«Der Videobeweis hilft den Schiedsrichtern. Das hat die WM gezeigt. Also werden wir ihn unterstützen. Fragt sich einfach: Was kostet das?»