Wenige Wochen nach einer aus persönlicher Sicht sehr gut verlaufenen WM steckt Drmic in einer schwierigen Situation. Im überdurchschnittlich besetzten Kader von Borussia Mönchengladbach spielt der 26-Jährige momentan keine Rolle mehr - sowohl im Cup als auch beim Bundesliga-Auftakt gegen Bayer Leverkusen (2:0) gehörte der 32-fache Nationalspieler nicht zum Aufgebot.

Max Eberl macht dem Stürmer keine allzu grossen Hoffnungen mehr: "Er weiss, dass die Konkurrenz gross ist. Es kann für ihn schwierig werden." Der Sportchef von Mönchengladbach erwähnt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine Unterredung mit Drmic: "In einem offenen Gespräch sagten wir ihm, dass er sich Gedanken machen sollte, falls sich eine andere Lösung ergeben würde."

Kurzum: Nach einem wegen zwei schweren Knieverletzungen beeinträchtigten Engagement bahnt sich bis Ende August oder spätestens im Winter eine Neuorientierung an. Eberl bedauert die Entwicklung: "Er hat eine lange Leidenszeit hinter sich, zeigte aber, was mit Willen zu schaffen ist."

Mit der "momentan offenen Konstellation" gehe Drmic, für den sie am Niederrhein 2016 10 Millionen Euro auslegten und grosse Hoffnungen generierten, professionell um, so Eberl gegenüber der Agentur Keystone-SDA.