FC Wohlen
Es haben sich fast alle lieb beim FC Wohlen

Das Weihnachtsessen vor dem Spiel in Schaffhausen stand im Zeichen von Käse-Fondue, Risotto und einem schnellen Ende. Beim letzten Spiel der Vorrunde setzt Trainer Martin Rueda wieder auf Joël Kiassumbua im Tor.

Ruedi Kuhn
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Flamur Tahiraj hexte gegen Aarau – und sitzt heute Sonntag gegen Schaffhausen auf der Bank.

Flamur Tahiraj hexte gegen Aarau – und sitzt heute Sonntag gegen Schaffhausen auf der Bank.

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Weihnachtsessen auf Einladung des Arbeitgebers sind so eine Sache. Für die einen ist es ein Pflichttermin, weil sie kostenlos essen und trinken dürfen. Andere nehmen die Einladung höflichkeitshalber an, hoffen aber, dass der Termin möglichst lange vor dem 24. Dezember stattfindet. Dann ist die Sache vergangen, vergessen und vorbei. Und wieder andere gehen erst gar nicht hin. Einfach deshalb, weil sie die Kolleginnen und Kollegen, mit denen sie das ganze Jahr zusammen arbeiten, nicht auch ausserhalb der Bürozeiten sehen wollen.

Der FC Wohlen veranstaltete sein Weihnachtsessen schon am 2. Dezember. Der Termin für den Trainerstab und die Spieler war obligatorisch. Und so trafen sich Präsident Lucien Tschachtli, Trainer Martin Rueda und die Spieler am vergangenen Mittwoch gegen Abend in einer Waldhütte in der Nähe von Villmergen.

Nicht bis in alle Nacht

Bei Risotto und Käse-Fondue sprach man über Gott, die Welt und Fussball. Die Stimmung beim gemütlichen Beisammensein war ausgezeichnet. Und dass das kleine Fest bereits um 21.30 Uhr zu Ende war, ist der Beweis für die professionelle Einstellung der Spieler des Freiämter Challenge-Ligisten.

Der Teamgeist beim FC Wohlen ist also intakt. Das zeigte sich ja schon vor einer Woche im Derby gegen den FC Aarau. Der vermeintliche Aussenseiter verdiente sich die Nullnummer gegen den Kantonsrivalen nach dem frühen Platzverweis für Marijan Urtic dank viel Kampfgeist, Herzblut und Leidenschaft.

Gegen Schaffhausen ist allerdings nicht nur Urtic, sondern auch Nico Abegglen gesperrt. Der Stürmer wurde gegen Aarau zum vierten Mal verwarnt. Verletzungsbedingt fehlen wird Abwehrspieler Bujar Lika. Wieder mit dabei ist Dylan Stadelmann.

Kein Erbarmen für Tahirajs Leistung

Auf der Position des Torhüters kommt es zum Wechsel von Flamur Tahiraj zu Joël Kiassumbua. Tahiraj bleibt also trotz der Klasseleistung im Derby die Nummer zwei und muss wieder auf die Ersatzbank. Klar ist, dass Rueda diesen Entscheid mit den beiden Goalies abgesprochen hat. Klar ist aber auch, dass dieser Entscheid nur schwer nachvollziehbar ist. Der 29-jährige Tahiraj ist momentan nicht nur in Topform, sondern er wächst buchstäblich über sich hinaus.

Mit einem Erfolg oder zumindest einem Punktgewinn bei den heimstarken Schaffhausern könnte Ruedas Team die erste Hälfte der Saison zufriedenstellend, ja ansprechend abschliessen.

Am Tag nach dem letzten Einsatz in der Vorrunde müssen die Spieler nochmals im Stadion Niedermatten antraben: Analysen und Qualifikationsgespräche stehen auf dem Programm. Am Dienstag beginnt die Winterpause. Der Trainingsbetrieb im Hinblick auf die Anfang Februar beginnende Rückrunde wird am 4. Januar wieder aufgenommen. Ein Trainingslager gibt es keines. Der Grund liegt auf der Hand: Für solche Spässe fehlt es an Geld.