Fussball
Erstmals wird ein Amateurfussballer wegen Dopinghandels gesperrt

Erstmals sperrt Swiss Olympic mit Davy Stadelmann eine Person wegen Dopinghandels. Der ehemalige Amateurfussballer des FC Solothurn hatte mehrmals ein Mittel an einen Leichtathleten verkauft, das auf dem Dopingindex steht.

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MIt dem Rücken zur Wand: Davy Stadelmann, im Trikot des FC Solothurn, wurde von Swiss Olympic wegen Dopinghandels gesperrt

MIt dem Rücken zur Wand: Davy Stadelmann, im Trikot des FC Solothurn, wurde von Swiss Olympic wegen Dopinghandels gesperrt

AZ

Das ist eine Premiere: Erstmals sperrt die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic eine Person wegen Dopinghandels.

Der Amateurfussballer hatte mehrmals ein Nahrungsergänzungsmittel, das eine auf dem Dopingindex stehende Substanz enthielt, an einen Leichtathleten verkauft.

Der Leichtathlet, der das Produkt gekauft hatte, war im August 2012 bei einer Dopingkontrolle positiv auf das Stimulanzmittel Octopamin getestet worden.

Im Zuge des Verfahrens nannte er das in der Schweiz nicht zugelassene Nahrungsergänzungsmittel als Ursache für den positiven Befund und legte den Amateurfussballer als Verkaufsquelle offen, weshalb er selbst strafmildernde Umstände erhielt und lediglich eine halbjährige Sperre verbüssen musste.

Beim FC Solothurn und FC Grenchen gespielt

Beim Amateurfussballer handelt es sich um Davy Stadelmann. Brisant: Er stand bis am 11. Juni 2013, also bis Ende letzter Saison, beim FC Solothurn unter Vertrag.

Seither spielte Stadelmann als aktiver Fussballer in der 2. Liga interregional beim FC Moutier. Dort war er den Doping-Statuten von Swiss Olympic unterstellt, weshalb er nun für zwei Jahre gesperrt wurde.

Stadelmann spielte 2008 über eine Saison lang auch beim FC Grenchen.

Die Sperre begann rückwirkend am 10. März 2013. Der Amateurfussballer kann gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Einsprache erheben.

Mit dem Urteil wandte die Disziplinarkammer erstmals den Artikel 2.7 der Doping-Statuten an.

Dieser gilt für jene Personen, die verbotene Substanzen oder Methoden in den Umlauf bringen, weshalb der Entscheid Signalcharakter haben dürfte. (sda/sha)