Trainingslager

Erneut sieglos - der FC Basel verteilt gegen Sturm Graz Geschenke

Erneut eine Niederlage - gegen Sturm Graz

Erneut eine Niederlage - gegen Sturm Graz

Der FC Basel bleibt auch im dritten Testspiel des Jahres sieglos. Gegen Sturm Graz setzt in Marbella es aufgrund individueller Fehler eine 2:4-Niederlage ab.

Spätestens als sogar Tomas Vaclik in der 55. Minute patzt, ist auch dem letzten Zuschauer klar: Dieses Spiel würde mit einer Niederlage enden. Mit 2:4 aus Sicht des FC Basel fällt diese zwar deutlich aus, ist aber auch in dieser Höhe verdient. Weil der FCB an diesem Samstagabend schlicht zu keiner Zeit auf der Höhe des Geschehens war.

Im letzten Testspiel in Marbella wollte Raphael Wickys Team gegen Heiko Vogels Sturm Graz endlich ein Erfolgserlebnis feiern, nachdem in den beiden vorangegangenen Spielen kein Sieg hatte geholt werden können. Aber die Basler offenbarten gegen Graz haufenweise Probleme. «Das darf so nicht passieren», resümierte Wicky nach Spielschluss und sprach dabei die individuellen Fehler an, die drei von vier Gegentoren vorausgegangen waren. Zuerst war es Albian Ajeti, der es vor dem 0:2 nicht schaffte, den Ball zu klären. Vor dem dritten Tor der Grazer legte Raoul Petretta seinem Gegenspieler den Ball in die Füsse und liess so Eder Balanta keine Chance mehr, die Situation zu klären. Und beim finalen Gegentreffer liess sich Vaclik etwas gar einfach düpieren. «Es war ein Tag der Geschenke», so Wicky, der nicht nur in diesen Aktionen nicht zufrieden war mit seinen Spielern, sondern «mit einem Grossteil der ersten Halbzeit».

Balantas Aussetzer

Mohamed Elyounoussi konnte mit einem Doppelschlag zwar verkürzen, für mehr reichte es aber nicht. Auch die Systemumstellung auf eine Dreierkette mit Taulant Xhaka, Marek Suchy und Eder Balanta hatte nicht die erhoffte Wirkung. Solange Manuel Akanji noch nicht ersetzt ist, sei dies aber eine Zusammensetzung, die Wicky sich vorstellen könnte. Trotz des negativen Resultats sah der FCB-Cheftrainer dennoch einen guten Test gegen einen starken Gegner und verwies vor allem auf die Reaktion in der zweiten Halbzeit, in der etwas konsequenter verteidigt und nach vorne gespielt wurde. Über die gesamten 90 Minuten aber wirkten die Basler nach einer intensiven Zeit im Trainingslager müde, unkonzentriert und nicht gewillt, dass Allerletzte aus sich herauszukitzeln. Hinzu kamen teilweise haarsträubende Ballverluste und fehlende Automatismen.

Den negativen Schlusspunkt setzte dann noch Balanta, als dieser nach einem Zweikampf ausrastete und nur von mehreren Mitspielern gemeinsam zurückgehalten werden konnte. Der Kolumbianer musste ausgewechselt und in der Kabine beruhigt werden. Aber auch hier wird sich Wicky wie beim Resultat sagen: Lieber jetzt als dann, wenn es zählt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1