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Erfolgs-Trainer Zinédine Zidane verlässt Real Madrid: «Dieses Team braucht eine Veränderung»

Der französische Trainer Zinédine Zidane tritt nach seinem dritten Champions-League-Triumph in Serie überraschend als Trainer von Real Madrid zurück. Er glaubt, dass das Team nach dem Erfolg eine Veränderung braucht, um weiter Erfolg zu haben.

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Zidane wird von seinen Spielern nach dem letzten Gewinn der Champions League vor wenigen Tagen gefeiert.
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Zidane feiert nach dem Sieg über Liverpool die dritte Champions League in Serie mit Real Madrid
Zidane mit Superstar Cristiano Ronaldo
Erfolg als Spieler und Trainer: Zinédine Zidane.
Zidane räumt seinen Platz. Wie es mit ihm weitergeht, ist unklar.
Zinédine Zidane verlässt Real Madrid

Zidane wird von seinen Spielern nach dem letzten Gewinn der Champions League vor wenigen Tagen gefeiert.

Francisco Seco

Auf dem Trainingsgelände Ciudad von Real Madrid in Valdebebas sorgte Zinédine Zidane höchstpersönlich am Donnerstag um 13.13 Uhr für den Paukenschlag: Fünf Tage nach dem historischen 3:1-Triumph im Finale der Champions League gegen den FC Liverpool verkündete der französische Erfolgstrainer bei den Königlichen völlig überraschend seinen Abschied.

Auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz im Scheinwerferlicht von mehreren Dutzend Kameras und vor rund 100 Medienvertretern gab er zu Tränen gerührt nach 878 Tagen als Real-Coach seinen Ausstieg bekannt.

Zidane übernahm des Traineramt bei Real Madrid im Januar 2016 und führte die "Königlichen" zu drei Champions-League-Titeln in Folge. Zudem wurde Real Madrid unter ihm im letzten Jahr erstmals seit 2012 spanischer Meister. In dieser Saison wurden die Madrilenen mit 16 Punkten Rückstand auf Meister FC Barcelona nur Dritte.

Von Juni 2014 bis Anfang 2016 hatte Zidane Real Madrids Nachwuchsteam betreut. In der Saison 2013/14 war der französische Weltmeister von 1998 beim Fanionteam Assistenztrainer von Carlo Ancelotti.

Schon als Spieler legte Zidane eine herausragende Karriere hin und war ein Weltstar. Aufgewachsen im Arbeiterviertel von Marseille führte er Frankreich zum Welt- und Europameistertitel und wurde dreimal als Weltfussballer des Jahres ausgezeichnet.

Zidane: «Ich habe beschlossen, nicht weiter zu machen»

Zidane in einer Erklärung: «Dieses Team muss weiter gewinnen und braucht eine Veränderung. Ich liebe den Klub und den Präsidenten, aber ich habe beschlossen, nicht weiter zu machen.»

Und weiter meint Zidane: «Ich werde dem Klub immer eng verbunden sein. Aber die Entscheidung macht für mich viel Sinn. Es ist der Moment für mich, etwas zu verändern – und für die Spieler. Ich denke, es ist die richtige Entscheidung. Aber ich verstehe die Reaktionen und möchte mich bei den Fans bedanken. Als Spieler und Trainer haben sie mich immer respektiert, selbst wenn es mal nicht lief.»

Nicht unumstritten

Zidane, der in seiner Freizeit am liebsten als Bootsführer über die Meere schippert, war trotz seine vielen Erfolge in Madrid nie unumstritten, befand sich sozusagen immer in stürmischen Gewässern.

Vor allem in der abgelaufenen Spielzeit musste sich der einst geniale Mittelfeldstratege viel Kritik in den Medien gefallen lassen, hatte er doch vor allem national nicht die erwünschten Ziele erreicht. Und dennoch: Die Champions League war aber erneut Zidanes Terrain.

Zidane kündigte an, dass er zunächst ein Jahr pausieren und ein wenig Abstand vom Fussball nehmen wolle. "Real Madrid hat mir alles gegeben und ich werde ihn immer unterstützen und nahe verfolgen. Diese Entscheidung mag für viele keinen Sinn ergeben, für mich aber schon. Ich muss mich bei allen bedanken. Den Fans, den Mitarbeitern, den Spielern, allen", so Zidane, ehe er um 13.38 unter dem tosenden Applaus der Anwesenden zumindest für längere Zeit "adios" und "au revoir" sagte. (sda/sid/sha)

Zidane in Zahlen

Geboren am 23. Juni 1972 in Marseille.

Verheiratet, vier Söhne (Enzo, Luca, Théo, Elyaz).

Grösste Erfolge als Spieler: Weltmeister 1998, Europameister 2000 und WM-Finalist 2006 mit Frankreich, Champions-League-Sieger 2002 mit Real Madrid, italienischer Meister mit Juventus Turin (1997 und 1998), spanischer Meister mit Real Madrid (2003), dreimal Fifa-Weltfussballer des Jahres (1998, 2000, 2003), 108 Länderspiele (31 Tore) für Frankreich.

Karriere als Trainer: 2014 bis Januar 2016 bei Real Madrid Castilla. - 4. Januar 2016 bis 31. Mai 2018: 1. Mannschaft von Real Madrid. - Grösste Erfolge: Dreimal Champions-League-Sieger (2016, 2017, 2018), spanischer Meister 2017, zweimal Sieger der Klub-WM (2016, 2017), zweimal Sieger des Uefa-Supercups (2016, 2017), spanischer Supercup-Sieger 2017.

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