Europa League
Englische Medien zollen FC Basel Respekt für den Halbfinaleinzug

Der FC Basel hat mit seinem Sieg im Penalty-Krimi gegen die Tottenham Hotspur Geschichte geschrieben. Die englischen Zeitungen konzentrieren sich dennoch auf den «Absturz» ihrer Spurs aus der Europa League.

Dean Fuss
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Der «Guardian» blickt mit etwas Ironie auf das Spiel zurück.

Der «Guardian» blickt mit etwas Ironie auf das Spiel zurück.

key/screenshot the guardian

«Die Spurs verpassen die Runde der letzten Vier», analysiert das Online-Portal von «The Sun» nüchtern. Die Matchanalyse der Boulevardzeitung dürfte dem FC Basel schmeicheln: «Nicht viele haben Tottenham nach dem Hinspiel noch Chancen eingeräumt. Und nach dem gestrigen 2:1 in der 49. Minute wurden sie gleich nochmals abgeschrieben.

Die Website des «Mirror» blickt mit etwas mehr Dramatik auf den gestrigen Abend zurück: «Zehn-Mann-Spurs stürzen im Penaltyschiessen aus Europa ab», lautet der Titel. Doppeltorschütze Clint Dempsey habe die Spurs in die Verlängerung geschossen, doch «die verschossenen Penalties von Adebayor und Huddlestone kamen gegen die treffsicheren Schweizer teuer zu stehen».

Auch mit Pathos wird nicht gegeizt

Der «Mirror» wird schliesslich fast noch pathetisch: «So enttäuschend, für den verzweifelten Kampf, den die tapferen Spurs gegen die Übermacht geliefert haben.» Ähnlich klingen die Aussagen des Tottenham-Coachs gegenüber der «Sun»: «Alle meine Spieler sind Helden», sagte André Villas-Boas und fügte an: «Im Penaltyschiessen kann alles passieren. Es war schlichtweg nicht unser Tag - das gehört zum Fussball.»

Nicht lassen kann der «Mirror» auch den Hinweis auf das generelle Problem im englischen Fussball: Die Spurs hätten sich lange Zeit in der Nähe der Europa-League-Halbfinals halten können, «nur um dann die Qualen des Penaltyschiessens zu durchleiden, das dem Englischen Fussball so vertraut ist».

Blick nach vorne und Ironie

«The Telegraph» schaut auf seiner Website bereits nach vorne: «Die Spurs avisieren in der Liga die Top vier, nachdem der europäische Traum zerstört wurde», lautet die Schlagzeile. Aus Aussagen des Spurs-Trainers wird sogar ein unter Umständen positiver Effekt betont: «André Villas-Boas hoffe die Enttäuschung darüber wirke nun als Katalysator für den Schlussspurt in ebendiese Top vier.»

Die Website von «The Guardian» titelt mit ironischem Unterton: «André Villas-Boas feiert die ‹Tottenham-Helden› nach der Niederlage im Penaltyschiessen». Alles in Allem wird den Baslern in den Londoner Medien zwar Respekt gezollt, das wirkliche Interesse aber liegt ganz klar bei Tottenham.

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Screenshot «Blick»

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