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EM 2020 findet ein Jahr später statt - das sagt Nationaltrainer Vladimir Petkovic

Die UEFA berät derzeit, wie es mit der EM 2020 weitergeht

Die UEFA berät derzeit, wie es mit der EM 2020 weitergeht

Die EM 2020 soll wegen des Coronavirus in den Sommer 2021 verschoben werden. Betroffen sind zwölf Gastgebernationen, 24 Teilnehmer und Millionen Fans. Noch ist unklar, wie der Modus aussehen soll.

Das UEFA-Exekutivkomitee gab die erwartete Verschiebung des Turniers am Dienstag nach mehreren Krisensitzungen bekannt. In Videokonferenzen beriet sich die UEFA zuvor mit den nationalen Ligen und der Europäischen Klubvereinigung sowie den 55 Mitgliedsverbänden. Ursprünglich sollte das paneuropäische Turnier in diesem Sommer vom 12. Juni bis zum 12. Juli ausgetragen werden. Nun soll es zwischen dem 11. Juni und 11. Juli durchgeführt werden. Inwieweit die UEFA die historische Endrunde im Sommer 2021 unter gleichen Voraussetzungen ausrichten will und kann, blieb zunächst offen.

Der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic sagt in einer ersten Stellungnahme: "Der Entscheid ist in dieser Situation vernünftig und richtig. Die Bekämpfung des Virus hat für uns alle höchste Priorität. Natürlich hätten wir diese EM sehr gerne gespielt. Eine professionelle sportliche Vorbereitung wäre unter diesen Umständen aber nicht möglich gewesen. Ich hoffe, dass diese Krise bald vorbeigeht und der Fussball wieder rollt. Ich wünsche mir, dass wir uns ab September mit Spielen in der Nations League auf die EM 2021 vorbereiten können, und dass wir im nächsten Sommer in ganz Europa ein Fussballfest mit vielen begeisterten Zuschauern feiern können."

Den nationalen Ligen verschafft die Massnahme die dringend benötigte Zeit , um die derzeit ausgesetzte Saison doch noch unter einigermassen regulären Umständen beenden zu können. Stichtag ist dann erst der 30. Juni, an dem normalerweise auslaufende Verträge enden.

Das EM-Eröffnungsspiel war für den 12. Juni in Rom terminiert. Neben Rom wurden Amsterdam, München, Kopenhagen, Bilbao, St. Petersburg, Bukarest, Budapest, Baku, Glasgow, Dublin und London als Gastgeber ausgewählt. Die britische Hauptstadt bekam unter anderem beide Halbfinals und das Endspiel zugesprochen. Die Schweiz war in einer Gruppe mit Italien, der Türkei und Wales gelost worden und hätte ihr erstes Spiel am Samstag, 13. Juni, in Baku bestreiten sollen.

Durch eine Verlegung in den Sommer 2021 muss sich die UEFA mit der FIFA arrangieren, die zu dem Zeitpunkt eigentlich die Premiere der millionenschweren Klub-WM feiern will. Dieses Turnier war zuletzt auf 24 Mannschaften aufgestockt worden, ursprünglich sollten acht davon aus Europa kommen. Möglicherweise entsendet die UEFA im Gegenzug für eine Verlegung der Klub-WM aber nun mehr Vereine.

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