Meisterrennen

Ein Trio jagt Subingen – Nur das Spitzenquartett der 2. Liga hat keine Abstiegssorgen

Kann der Leader Subingen (im Bild Mittelfeldspieler Christian Moser) sein Polster in der Rückrunde verteidigen oder geraten die Wasserämter in der zweiten Saisonhälfte noch ins Straucheln?

Kann der Leader Subingen (im Bild Mittelfeldspieler Christian Moser) sein Polster in der Rückrunde verteidigen oder geraten die Wasserämter in der zweiten Saisonhälfte noch ins Straucheln?

Der FC Subingen steigt mit einem Polster von fünf Punkten Vorsprung auf das Verfolgertrio Fulenbach, Bellach und Grenchen in die zweite Saisonhälfte. Die Mehrheit der zwölf Trainer ist der Meinung, dass sich Subingen den Spitzenplatz nicht mehr nehmen lässt.

Vor dem Rückrundenstart gibt es in der Solothurner 2. Liga vier Anwärter auf den Meistertitel. Der FC Subingen steigt mit einem Polster von fünf Punkten Vorsprung auf das Verfolgertrio Fulenbach, Bellach und Grenchen in die zweite Saisonhälfte. Die Mehrheit der zwölf Trainer ist der Meinung, dass sich Subingen den Spitzenplatz nicht mehr nehmen lässt. «Subingen hat ein eingespieltes Team und wird seinen Vorsprung mit konstanten Leistungen verteidigen», sagt Mümliswils Trainer Remo Bürgi.

Die ins Meisterrennen involvierten Coaches sind vorsichtiger mit ihren Prognosen. «Es bleibt spannend. Ein Team der aktuellen Top 4 wird sich durchsetzen», sagt Dominik Ellenberger vom Leader FC Subingen. Martin Hert vom Tabellenzweiten Fulenbach ist überzeugt davon, dass Subingen den ersten Platz behaupten wird. Sandro De Cubellis vom FC Bellach rechnet seiner Equipe durchaus Chancen aus: «Es gibt mehrere Titelkandidaten, wir gehören auch dazu.» Und Perparim Redzepi vom FC Grenchen meint: «Subingen, Bellach oder Grenchen wird aufsteigen.»

Grenchen von Top 4 am aktivsten

Der Kronfavorit FC Subingen steigt mit nahezu identischem Kader in die Rückrunde. «In der Winterpause verletzte sich ein Offensivspieler», erklärt Trainer Ellenberger. «Diesen Ausfall konnten wir mit dem Zuzug von Sandro Brunner vom FC Oensingen kompensieren.» Die Vorbereitung sei planmässig verlaufen, mit dem Trainingslager auf Gran Canaria als Highlight. Eher wage formuliert er die Erwartungen an die Rückrunde: «Wir wollen unsere gute Ausgangslage nutzen, nehmen wie in der Vorrunde Spiel für Spiel und am Ende wird abgerechnet.»

Etwas weiter auf die Äste hinaus wagt sich Fulenbachs Übungsleiter. «Wir wollen mehr als zwanzig Punkte holen und die Saison auf einem der vordersten drei Ränge abschliessen», sagt Martin Hert, welcher von seinen Kollegen zum besten, und vor allem beliebtesten Trainer der Vorrunde gewählt wurde. Das Kader des SCF hat sich im Winter nicht verändert.

7 Zuzüge, 4 Abgänge

Beim drittplatzierten FC Bellach stehen zwei Zuzüge drei Abgängen gegenüber. «Mit André Zimmermann konnten wir im Mittelfeld den Verlust von Shaban Arifi auffangen», so Sandro De Cubellis. «Unser zweiter Neuling, Damiano Palermo, ist jung und talentiert.» Beim amtierenden Solothurner Cupsieger hofft man, dass der gute Lauf der letzten zwölf Monate - 18 Siege, 6 Unentschieden, 3 Niederlagen - anhält: «Wenn wir weiterhin so konstant auftreten, spielen wir am Ende um die ersten drei Plätze mit.» Etwas forscher tönts beim FC Grenchen. «Wir wollen zirka 27 Punkte holen und um den Aufstieg kämpfen», fordert Trainer Perparim Redzepi.

Sieben Zuzüge, vier Abgänge: So lautet die Transferbilanz des Stadtklubs. «Die Zuzüge sind hungrige, junge Spieler mit viel Qualität, die zudem den Teamgeist stärken», fasst Redzepi zusammen. Aufgrund der Abgänge habe das Team indes etwas an Routine verloren. Zur Rückrundenvorbereitung äussert sich Redzepi wie folgt: «Das Team ist zusammengewachsen und die Stimmung bombastisch. Alles ist im grünen Bereich.»

Das grosse Zittern

Der rote Bereich, die abstiegsgefährdete Zone der Liga, beginnt gleich hinter den viertplatzierten Grenchnern. Die Zweitligisten schielen daher rauf in die 2. Liga inter. Denn dort sind aktuell zwei Solothurner Klubs auf den Abstiegsplätzen klassiert. Die Folge wären drei Absteiger aus der 2. Liga. Es ist sogar möglich, dass vier Klubs runter in die 3. Liga müssen. Nämlich wenn drei Solothurner aus der 2. Liga inter absteigen. Weil es mehr als die halbe Liga erwischen könnte, sind Prognosen denn auch heikel. «Es liegen nur zehn Punkte zwischen dem Letzten und dem Fünften. Eine Prognose macht keinen Sinn», so Remo Bürgi vom FC Mümliswil (6.). Wichtig sei vor allem ein guter Start, um «hinten rauszukommen».

Der Aufsteiger FC Lommiswil auf Platz fünf sollte eigentlich bald aus dem Schneider sein. Dies hofft zumindest Trainer Fabian Käch: «Unser primäres Ziel ist ein Nicht-Abstiegsplatz. Dafür brauchen wir so schnell wie möglich noch neun Punkte.» Von Mümliswil, Härkingen und Iliria auf den Plätzen sechs bis acht erwarten die Konkurrenten eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Vorrunde. Am wenigsten Kredit erhalten die drei momentanen Kellerkinder Blustavia, Oensingen und Welschenrohr. «Für den Ligaerhalt sind wohl mindestens 27 Punkte nötig. Entscheidend wird der Start sein», mutmasst Arben Gjidoda vom SC Blustavia (10.).

Mehr Routine dank Transfers

Einen Aufwärtstrend erwartet Andreas Frei, Trainer des FC Oensingen: «Das Potenzial ist sichtbar und die Disziplin wird immer besser. Dank zwei Transfers haben wir jetzt vor allem mehr Routine im Team, die Abgänge schmerzen wegen des eh schon breiten Kaders nur bedingt.» Als Minimalziel nennt er den achten Tabellenrang. Beim Schlusslicht FC Welschenrohr kams kurz vor dem Rückrundenauftakt zum Trainerwechsel.

Fabian Furrer übernahm ad interim von Adis Kesedzic. Welschenrohr hat nach der Vorrunde zwar die geringste Ausbeute, der Rückstand auf den neunten Platz beträgt allerdings nur drei Punkte. Den neunten Platz haben die Thaler denn auch ins Visier genommen. «Wir werden so viele Punkte holen wie für den Ligaerhalt nötig sind», ist Furrer überzeugt. Die Rückrunde beginnt für Welschenrohr am Samstag gleich mit dem Sechs-Punkte-Strichkampf auswärts beim SC Blustavia.

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