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Ein Nuller und rot für Polverino

Luganos Guilherme Afonso, 2. v. rechts, vor dem Aarauer Goalie Sascha Studer, 3. v. rechts, umgeben von den Aarauern Sandro Burki, Loris Benito und Giuseppe Rapisarda, von links nach rechts.

Luganos Guilherme Afonso, 2. v. rechts, vor dem Aarauer Goalie Sascha Studer, 3. v. rechts, umgeben von den Aarauern Sandro Burki, Loris Benito und Giuseppe Rapisarda, von links nach rechts.

Der FC Aarau kommt weiterhin nicht auf Touren und verliert in Lugano 0:1. Ausgerechnet ein früherer Aargauer besiegelte die Niederlage des FCA. Teilschuld trug aber auch der Torhüter.

Und dann kam es erneut knüppeldick für den Verein vom Brügglifeld. Ausgerechnet der frühere Aarauer Sehar Fejzulahi traf mit einem Schuss aus 22 Metern zum 1:0 für Lugano. Die Flugkurve des Balles war beim Knaller Fejzulahis zwar ziemlich kurios, aber Flatterball hin, Flatterball her: Torhüter Sascha Studer trägt am Gegentreffer zumindest eine Teilschuld.

Die Südschweizer führten nach einer Stunde also 1:0. Das verdientermassen. Und als Michele Polverino nach 73 Minuten Ampelkarte sah, war die Partie entschieden. Joker Patrick Bengondo sorgte in der 94. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nur noch ein einziges Mal für ein wenig Aufregung.

Die Aarauer brauchten wie so oft in der Vergangenheit einige Minuten Anlaufzeit, um sich auf Betriebstemperatur zu bringen. Die einzige Grosschance vor der Pause bot sich dem Gastklub nach 21 Minuten, als Captain Sandro Burki nach einem herrlichen Doppelpass mit Aco Stojkov zum Abschluss kam, den Ball aus zwölf Metern aber übers Gehäuse hämmerte.

Ansonsten waren die Aarauer mit Defensivarbeit beschäftigt. Sie gerieten vor allem dann unter Druck, wenn die antrittsschnellen Carlos Da Silva und Felipe zu Rushes ansetzten. Ein steter Gefahrenherd war auch das Sturmduo Afonso und Fejzulahi. Dass es vor dem Wechsel noch 0:0 stand, verdiente sich der Gastklub mit guter Organisation, viel Einsatz und noch mehr Kampfeswillen.

Miserable Aarauer Bilanz

In der zweiten Halbzeit brachte Lugano-Trainer Marco Schällibaum mit Pascal Renfer einen weiteren Stürmer. Für die Tessiner kam dieser Wechsel einem Weckruf gleich. Die Aarauer wankten, aber fielen nicht. Noch nicht. Fejzulahis Tor und Polverinos Platzverweis waren dann aber des Schlechten zuviel. Unter dem Strich bleibt das ernüchternde Fazit: Nach dem 2:1-Sieg in Winterthur Ende August haben die Aarauer in acht Spielen sechsmal verloren und nur zweimal unentschieden gespielt.

Mit einer solch miserablen Bilanz haben vor der Saison wohl nicht einmal die grössten Pessimisten gerechnet. Dass am nächsten Sonntag im Heimspiel gegen Kriens, der Kampf gegen die Relegation in die 1. Liga beginnt ist eine Tatsache. Gegen die Zentralschweizer müssen endlich Punkte her. Ansonsten brennt der Baum.

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