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Ein kleiner Lichtblick: Otele Mouangue leihweise zum FC Aarau

Otélé Mouangue im Trikot von Luzern

Otélé Mouangue im Trikot von Luzern

An der Pressekonferenz vom Donnerstag gab der FC Aarau die Verpflichtung von Otélé Mouangue (24) bekannt. Der Stürmer stösst leihweise vom FC Wil zum Aufsteiger. Auch betreffend dem Stadionprojekt Torfeld Süd gibt es Positives zu vermelden.

Als Transfersieger kann man den Super-League-Aufsteiger FC Aarau nicht bezeichnen. Bis jetzt jedenfalls nicht. Mit Torhüter Swen König, den Verteidigern Alexander Gonzalez und Bruno Martignoni sowie Offensivspieler Otele Mouangue wurden vier neue Spieler verpflichtet.

Der spektakulärste Zuzug ist Mouangue. Der 24-Jährige erzielte in den Vorbereitungsspielen gegen Wohlen (3:0) und Schötz (6:0) fünf Treffer.
Die Formalitäten mit der Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung für Mouangue sind geregelt.

Die Spiel-Qualifikation der Swiss Football League für den Mittelstürmer wird Anfang nächster Woche erwartet. Mouangue gehört dem FC Wil und wurde vom FC Aarau für eine Saison ausgeliehen. Den Lohn bezieht der Kameruner nach Aussage von FCA-Sportkoordinator Urs Bachmann weiterhin von den Ostschweizern.

Der Super-League-Aufsteiger bezahlt Wil eine Leihsumme. Über die Höhe wurde Stillschweigen vereinbart. Mouangue war zuletzt an den FC Luzern ausgeliehen. Bei den Zentralschweizern kam er in der Rückrunde der letzten Saison mehrheitlich zu Teileinsätzen und erzielte in zehn Partien ein Tor.

Aaraus Spieler in Topform

Bezüglich Fitness steigen die Aarauer Spieler bestens vorbereitet in die neue Meisterschaft. Dafür sorgte in erster Linie Reto Jäggi. Nach einer zweijährigen Auszeit beim FC Luzern kehrte der Konditions- und Rehabilitationstrainer auf diese Saison hin ins Brügglifeld zurück.

Der bald 40-jährige Osteopath trimmte die Spieler während der vergangenen Wochen auf Vordermann und legte grossen Wert auf Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination. «Ich bin mit dem Engagement sehr zufrieden», lobt Jäggi die Spieler.

«Glücklicherweise haben wir momentan trotz der starken Belastung keine Verletzungssorgen.»

So kann René Weiler im Hinblick auf den Saisonstart mit dem Spiel beim FC Basel am Samstag, 13. Juli, aus dem Vollen schöpfen. Der Aarauer Trainer hat die Startformation gegen den Meister bereits im Hinterkopf, lässt sich aber nicht in die Karten schauen.

Bezüglich der voraussichtlichen Elf ist vor allem die Frage nach dem Torhüter Nummer eins brisant: Joël Mall und König liefern sich momentan ein Duell auf Augenhöhe. Gegen den Meister wird aller Voraussicht nach Mall zum Einsatz kommen.

Die Viererabwehrkette dürften Alexander Gonzalez, Olivier Jäckle, Jiri Koubsky und Igor Nganga bilden. Im defensiven, zentralen Mittelfeld setzt Weiler auf die bewährten Kräfte Artur Ionita und Sandro Burki.

Im offensiven Mittelfeld haben Sven Lüscher und Davide Callà einen Platz auf sicher. Remo Staubli verdrängt Alain Schultz aller Voraussicht nach auf die Ersatzbank. Im Sturm ist Mouangue erste Wahl und erhält gegenüber Dante Senger den Vorzug.

Es sei denn, der FC Aarau lässt in den nächsten Tagen eine Transferbombe platzen.

Vizepräsident Roger Geissberger verkündete an der Pressekonferenz vom Donnerstag Morgen stolz, dass alle Sponsoren an Bord geblieben und mit Ochsner, Raiffeisen und Swisscom sogar noch drei neue dazu gekommen sind.

Doch bezüglich Infrastruktur stossen die Aarauer wieder einmal an ihre Grenzen. Um das Brügglifeld halbwegs Super-League-tauglich zu machen, sind Investitionen von 250'000 Franken notwendig.

Eine Einsprache gegen das Torfeld Süd

Hingegen gibt es vom Stadionprojekt Torfeld Süd halbwegs gute Neuigkeiten. Von einst 24 Einsprachen ist noch eine übrig geblieben. «Aber eine relativ zähe», wie Geissberger sagt.

Der VCS moniert das Sicherheits- und Parkplatzkonzept. Um einem gerichtlichen und damit langwierigen Streit mit dem VCS aus dem Weg zu gehen, haben sich Geissberger und der FCA-Stadionverantwortliche René Herzog mit VCS-Präsidentin und SP-Nationalrätin Evi Allemann im Bundeshaus getroffen.

Geissberger spricht von einem konstruktiven Gespräch.


Ein neues Stadion ist für den FC Aarau unabdingbar, um eine Chance zu haben, sich in der Super League etablieren zu können. Ausserdem ist fraglich, wie lange die Aarauer unter den gegebenen Umständen eine Lizenz erhalten.

Doch der Umzug in die neue Arena (frühestens 2016) bedeutet keinen Vorstoss an die nationale Spitze. Mit einem neuen Stadion wäre aber zumindest mal garantiert, dass ein Klub wie der FC Thun keinen wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteil mehr hat.

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