Champions League

Dsagojew bringt Unglück – der FC Basel verliert gegen ZSKA Moskau mit 1:2

Der FC Basel verliert in der 4. Runde der Gruppenphase der Champions League daheim gegen ZSKA Moskau 1:2. Die Basler stehen nun plötzlich unter Druck um den Einzug auf den Achtelfinal.

Lange scheint es, als ob alles nach Plan laufen würde. Doch am Schluss stehen die FCB-Stars mit hängenden Köpfen auf dem Platz – und das nach einer 1:0-Führung durch Luca Zuffi.

Als Schiedsrichter Milorad Mazic die Partie abpfeift, steht die 1 bei Basel zwar immer noch, aber die Russen haben in der zweiten Halbzeit doppelt getroffen. Statt Achtelfinal-Freuden also der Kater beim Heimteam und die bange Frage, wie steht es nun um den FC Basel?

Die Antwort ist nicht ganz einfach. Nach vier Spielen ist der Schweizer Serienmeister punktgleich mit ZSKA Moskau – aufgrund der Direktbegegnung (2:0 in Moskau, 1:2 in Basel) aber in der Tabelle vorne.

Mindestens gleich viele Punkte wie ZSKA

Damit ist klar, wenn Basel in den verbleibenden zwei Partien mindestens gleich viele Punkte holt wie ZSKA, dann steht der FCB im Achtelfinal. Aber ist das Team von Raphael Wicky deswegen wirklich im Vorteil?

Basel trifft am 22. November zu Hause auf Manchester United, während die Russen in Moskau Benfica Lissabon empfangen. Und am letzten Spieltag, am 5. Dezember, reist der FC Basel nach Lissabon und ZSKA nach England zu Manchester United.

Im Heimspiel gegen Manchester braucht Basel einen wundersamen Auftritt, um zu punkten. Sollten die Russen gegen Benfica erneut auf ihren Spielmacher Alan Dsagojew, den entscheidenden Mann im gestrigen Spiel, zählen können, dann sind sie gegen die Portugiesen zu favorisieren.

Was macht Mourinho?

Damit läuft es also auf das letzte Spiel hinaus. Nach der historischen Chance, sich nach vier Spielen qualifizieren zu können, wird der FCB also wie schon bei den drei früheren Achtelfinal-
Qualifikationen auf das letzte Spiel angewiesen sein. Steht United zu diesem Zeitpunkt als Gruppenerster fest, darf man davon ausgehen, dass Trainer José Mourinho Stammspieler schonen wird.

Anfang Dezember stehen für United wegweisende Meisterschaftsspiele an. Ein Punktgewinn für ZSKA ist dann im Bereich des Möglichen. Der FCB müsste also in Lissabon gewinnen, um seine Chancen für eine Achtelfinalqualifikation zu wahren.

Dabei steht der FC Basel gestern schon mit einem Bein im Achtelfinal. Wenigstens bis zur Pause. Wie schon zu Hause gegen Benfica und in Moskau lässt FCB-Trainer Raphael Wicky seine Mannschaft in einem 3-4-3 spielen, ersetzt – im Vergleich zum Hinspiel – einzig Albian Ajeti und bringt für ihn Dimitri Oberlin.

Etwas mehr als eine halbe Stunde ist gespielt, als Renato Steffen den Pass in die Tiefe auf Oberlin spielt. Querpass auf Elyounoussi, Schuss, Abwehr von ZSKA-Keeper Igor Akinfejew, Abpraller, Luca Zuffi reisst den Fuss hoch – und das Joggeli steht Kopf. 1:0 für den FC Basel.

Der grosse ZSKA Moskau-Star: Alan Dsagojew

In der zweiten Hälfte bringt ZSKA-Trainer Viktor Gontscharenko seinen grossen Star, Alan Dsagojew. Der FCB vergibt durch Zuffi und Elyounoussi noch zwei hervorragende Chancen zum 2:0, aber dann sind die Russen am Drücker. 65. Minute: Dsagojew verlädt Vaclik und lupft den Ball zum 1:1 in die Maschen. Keine Viertelstunde später missrät Suchy ein Befreiungsschlag, er legt für Wernbloom auf.

Der Schwede zieht ab und trifft zum 2:1. Zwar setzt Wicky noch einmal alles auf eine Karte, bringt zum Schluss Stürmer Cedric Itten für Verteidiger Raoul Petretta. Zwei Mal wird Steffen im Strafraum gelegt, zwei Mal schreit das Joggeli auf, aber die Pfeife von Mazic bleibt stumm. Bis er nach hektischer Phase das Spiel beendet – und der Champions-League-Euphorie in Basel einen argen Dämpfer verpasst.

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