WM14
Drohungen spitzen sich zu – Kolumbien fordert Schutz für Neymar-Treter Zuniga

Ein rüdes Fussball-Foul verändert das Leben - nicht nur für das Opfer, sondern auch für den Täter. So wird Juan Zuniga seit seinem Foul an Brasiliens Superstar Neymar tagtäglich bedroht. Jetzt fordert Kolumbiens Regierung Personenschutz.

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Juan Zuniga führt seit seinem Foul an Neymar kein einfaches Leben.

Juan Zuniga führt seit seinem Foul an Neymar kein einfaches Leben.

Keystone

Nach dem Foul an Brasiliens Superstar Neymar fürchtet die kolumbianische Regierung um das Wohlergehen von Juan Zuniga.

Das Aussenministerium bat die italienischen Behörden, die Sicherheit des bei Napoli spielenden Verteidigers und seiner Familie zu garantieren.

In einer in der Hauptstadt Bogota verbreiteten Mitteilung verwies es auf die in den sozialen Netzwerken kursierenden Drohungen gegen Zuniga. Sogar dessen Privatadresse wurde auf Social-Media-Kanälen veröffentlicht.

Das Aussenministerium erinnerte daran, dass sich Zuniga entschuldigt habe und ihm keine Absicht unterstellt werden könne. Die Fans in Brasilien sollten verstehen, dass «diese Art von Vorfällen» Teil des Fussballs seien, und «mit Ruhe und Toleranz» hingenommen werden müssten.

Neymar hatte sich im Viertelfinal am Freitag nach einem Foul von Zuniga einen Lendenwirbel gebrochen und fällt für mindestens die restliche Zeit der WM aus. (sid)