Schweizer Cup

Dragovic und Voser droht eine längere Verletzungspause

Kay Voser sprang für den verletzten Park ein und verletzte sich selbst unglücklich.

Kay Voser sprang für den verletzten Park ein und verletzte sich selbst unglücklich.

Der FCB setzt sich im Cup-Halbfinal gegen Sion durch. Dank dem Tor von Stocker bestreiten die Basler den Final gegen GC. Mit Aleksandar Dragovic und Kay Voser drohen jedoch zwei wichtige Spieler für längere Zeit auszufallen.

Der Cupabend des FC Basel begann mit Hindernissen. Wegen eines schweren Verkehrsunfalls auf der Autobahn, der einen kilometerlangen Stau verursachte, musste der Mannschaftscar von einer Polizeieskorte über Landstrassen zum Tourbillon geführt werden. Mit der Folge, dass Busfahrer Kurt Odermatt das Gefährt erst eine knappe Stunde vor Spielbeginn vor dem Stadion parkierte.

Viel mehr Zeit, als kurz den Puls hochzujagen, hatten Murat Yakins Spieler nicht. Zu wenig für Aleksandar Dragovic: Der Innenverteidiger liess sich schon früh an der Seitenlinie den linken Oberschenkel massieren, in der Pause gab er mit einer Zerrung endgültig auf. Für ihn kam Gaston Sauro wieder mal zu einem Einsatz.

Wieder Voser

Als wäre die Verletzung von Abwehrpatron nicht genug, musste Yakin in der 65. Minute einen zweiten ungeplanten Wechsel vornehmen. Dieses Mal traf es Kay Voser, der nur wegen einer Blessur Parks in die Startelf gerutscht war. Wieder traf es Voser, muss man zum Leidwesen des Aargauers feststellen. In den letzten Wochen kämpfte er sich nach langer Pause wieder an die Mannschaft heran, nun droht er mit einer Schulterverletzung erneut für lange Zeit auszufallen.

In den entscheidenden Wochen, vor denen der FC Basel steht, würde vor allem eine langfristige Absenz von Dragovic schwer wiegen. Der Österreicher spielte bislang eine blitzsaubere Rückrunde und war einer der Hauptgaranten für die Serie von elf Heimspielen ohne Gegentor, die vor einer Woche gegen Tottenham zu Ende ging.

Stocker, der Mann der Stunde

Dass die Rückfahrt nach Basel für Mannschaft und Trainerstaff doch noch erfreulich verlief, dafür sorgte wieder einmal Valentin Stocker. Obwohl er nie richtig ins Spiel gekommen war, sorgte er gestern mit seinem Kopfballtor für die Entscheidung. In allen drei Wettbewerben hat der Krienser acht Mal getroffen und 21 Mal den letzten Pass gespielt. Sein Abgang im Sommer steht bevor und wurde mit der Aussage seines Vaters - «Valentin hat ein Angebot aus der Bundesliga auf dem Tisch» kürzlich befeuert.

Zuerst einmal haben Stocker und seine Teamkollegen aber die Chance, die aktuelle Spielzeit zur erfolgreichsten der Klubgeschichte zu machen. Der FCB kann weiterhin drei Titel gewinnen. Der kürzeste Weg zu einem Pokal ist im Cup zu gehen: Für den Final am 20. Mai im Stade de Suisse gegen GC gilt Basel als Favorit.

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